Dorfmeister-Stix übergibt über 20.000 Unterschriften an Justizminister Michalek

Strengere Strafen für Unzucht mit Unmündigen

Niederösterreich, 23.1.1998 (NÖI) "Insgesamt haben über 20.000 Menschen bei unserer Aktion unterschrieben und damit gegen die unzureichende Gesetzeslage bei der Bestrafung von Sittlichkeitsdelikten gegen ein Kind protestiert. Die
Unterschriften werden heute, Freitag, um 14.00 Uhr, im Justizministerium Minister Michalek übergeben", stellte heute
LAbg. Desiree Dorfmeister-Stix fest.****

Die Unterschriftenaktion wurde von der Abgeordneten initiert, um ihre Forderung nach einer Verlängerung der Verjährungsfrist bei Sittlichkeitsdelikten auf zehn Jahre und strengere Strafen zu unterstützen. "In den meisten Fällen können oder trauen sich die betroffenen Opfer erst nach vielen Jahren über die schrecklichen Dinge zu sprechen oder der Gendarmerie den Täter namhaft zu
machen. Laut derzeitiger Gesetzeslage wird ein Vermögensdelikt,
wie schwerer Betrug, doppelt so hart bestraft wie ein Sittlichkeitsverbrechen. Das ist völlig unverständlich", so Dorfmeister-Stix.

"Ich danke allen, die unterschrieben haben. Die 20.000 Unterschriften zeigen, daß dieses Thema der Bevölkerung ein großes Anliegen ist. Ich hoffe, daß der Minister nun unsere Forderung zum Schutz unserer Kinder und Jugendlichen auch umsetzen wird", schloß Dorfmeister-Stix.

Die Vertreter von Hörfunk, Presse und Fernsehen sind zu diesem Termin herzlich eingeladen.

Ort: Bundesministerium für Justiz,
Museumsstraße 7, 2.Stock, Präsidiumssaal,
1016 Wien
Datum: Freitag, 23. Jänner 1998
Zeit: 14.00 Uhr

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