Initiative Arznei & Vernunft: Neue Therapie-Empfehlung zum Thema "Antibiotika" erschienen

Wien (OTS) - Die Initiative Arznei & Vernunft, ein Gemeinschaftsprojekt von Pharmawirtschaft und Sozialversicherung, hat am Mittwoch, ihre neue Therapie-Empfehlung (Disease
Management Plan) "Infekt" zum Thema Antibiotika Meinungsbildnern
aus Gesundheitswesen und -politik vorgestellt. Das Papier wurde
von hochrangigen Experten erarbeitet und soll ab sofort mehr als 10.000 praktischen Ärzten in ganz Österreich die Behandlung ihrer Patienten nach neuesten wissenschaftlichen Kriterien unter Einbeziehung ökonomischer Gesichtspunkte erleichtern. Die
Apotheken werden zudem ihre Informationstätigkeit zum Thema Antibiotika verstärken - eine entsprechende Patienteninformation wird in den nächsten Tagen in allen heimischen Apotheken verfügbar sein. Das übergeordnete Ziel: die Sicherstellung der Verfügbarkeit des medizinischen Fortschrittes für alle ÖsterreicherInnen.+++

Die Initiative Arznei & Vernunft, die 1994 auf Anregung der
Pharmig gegründet wurde, tritt für einen noch vernünftigeren Umgang mit Arzneimitteln auf allen Ebenen des Gesundheitswesens
ein. Sie ist für Sozialversicherung und Pharmawirtschaft ein maßgeblicher Ausgangspunkt, um auch in Zukunft die Leistungen des medizinischen Fortschritts allen ÖsterreicherInnen zur Verfügung stellen zu können. Die Initiative wird u.a. vom Bundesministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales sowie von der Österreichischen Ärztekammer und der Österreichischen Apothekerkammer unterstützt.

Der Disease Management Plan "Infekt" verknüpft - wie schon sein Vorgänger zum Thema "Lipidsenker" - neueste wissenschaftliche Standards mit ökonomischen Gesichtspunkten. Die Inhalte umfassen die häufigsten Infektionen, mit denen der praktische Arzt tagtäglich konfrontiert ist, z.B. Mittelohrentzündung, Bronchitis, Lungenentzündung oder die im Inland erworbene Akute Durchfallerkrankung. - Die Hauptautoren dieser Therapie-
Empfehlung, die auch an mehr als 10.000 niedergelassene Ärzte im ganzen Bundesgebiet ausgesandt wurde, sind Univ.Prof. Dr. Stefan Breyer von Wiener AKH und Oberarzt Dr. Oskar Janata vom Wiener Donauspital. Das Papier steht - was einem "Gütesiegel" gleichkommt – unter der Patronanz der Österreichischen Gesellschaft für Chemotherapie (Leiter: Univ. Prof. DDr. Wolfgang Graninger, AKH Wien).

Zwt.: Der "österreichische Weg" zur Sicherung des therapeutischen Fortschritts für alle Österreicher/innen

"Es handelt sich bei diesem Disease Management Plan um die Fortsetzung eines erfolgreichen, im besten Sinne ,österreichischen Weges‘ ", sagte Pharmig-Präsident Wolf Renner anläßlich der Präsentation im Wiener AKH. "Schließlich ist die Initiative Arznei & Vernunft, also die Zusammenarbeit zwischen Pharmawirtschaft und Sozialversicherung, in Europa einzigartig." Renner betonte in
diesem Zusammenhang, daß auch diese Therapieempfehlungen letztendlich beweisen, daß gerade der verantwortungsvolle und richtige Einsatz von Arzneimitteln - selbst von auf den ersten
Blick "teuren" Innovationen - dem gesamten Gesundheitswesen Geld einsparen helfen kann. Denn "greifen" diese Therapie-Empfehlungen, so könnte nach Einschätzung der Pharmig dies allein für die Sozialversicherung Kosteneinsparungen von 500 Millionen Schilling pro Jahr bedeuten.

Der Präsident des Hauptverbandes der österreichischen Sozialversicherungsträger, Hans Sallmutter, betonte, daß die anspruchsvolle Aufgabe, das qualitativ hochstehende
österreichische Gesundheitswesen auch für die Zukunft zu erhalten und zu verbessern, "nur in Kooperation mit allen Beteiligten im Gesundheitswesen bewältigt werden kann". Dies gelte, so Sallmutter weiter, auch für den Heilmittelbereich, wobei die Versorgung der Menschen mit qualitativ hochwertigen Medikamenten im Vordergrund stehe. Daneben sei aber selbstverständlich auch auf den zweckmäßigen und wirtschaftlichen Einsatz von Ressourcen zu achten.

Zwt.: Es braucht informierte Patienten zur Ziel-Erreichung!

In der Zielsetzung der Initiative Arznei & Vernunft heißt es, daß auch die Patienten als gleichberechtigte Partner im
Gesundheitswesen in die Aktivitäten der Initiative einbezogen werden sollen. Denn nur durch gut informierte Bürger/Patienten
kann die in Österreich ohnedies gute Gebrauchskultur von Arzneimitteln noch verbessert werden. - Die Initiative hat nun
eine Patienten-Information zum Thema Antibiotika herausgegeben,
die in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Apothekerkammer schon in den nächsten Tagen in allen heimischen Apotheken
aufgelegt und gratis abgegeben werden wird. Darin werden in einfacher und verständlicher Form die Wirkungsweise von
Antibiotika dargelegt, wichtige und oft gestellte Fragen seitens
der Patienten beantwortet und eine "Anleitung" zum richtigen Gebrauch von Antibiotika gegeben. Wie der Präsident der Österreichischen Apothekerkammer, Dr. Herbert Cabana, erklärte, werden die österreichischen ApothekerInnen "ihre bewährte Beratungstätigkeit auch auf dem heiklen Gebiet der Antibiotika weiter verstärken".

Weiterhin für jedermann verfügbar (via Pharmig-Pressestelle, Anm.) sind auch die ersten beiden Patienten-Broschüren der Initiative Arznei & Vernunft, nämlich "Tips und Tricks für einen richtigen Umgang mit Arzneimitteln" und "Ihrem Herz zuliebe - Vorsorgetips
bei Fettstoffwechsel-Erkrankungen". ***/rm

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Pharmig-Pressestelle,
Ruth Mayrhofer,
Tel. (01)523 29 56
e-mail: pharmig-mayrhofer@apanet.atHauptverband der österr. Sozialversicherungsträger
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