Neue Hoffnung bei Alzheimer?

"Folgt nach der Hoffnung Enttäuschung"?

Wien (OTS) - "Von der Maus zum Menschen ist es leider noch ein langer Weg", betonte der Leiter der Österreichischen Alzheimer Gesellschaft, Univ.Prof. Dr. P. Dal-Bianco, AKH Wien, und entkrätet damit die Hoffnung vieler Betroffener und Angehöriger auf den sehnsüchtig erwarteten Durchbruch bei der Therapie des Morbus Alzheimer.

Prof. Dal-Bianco bezog sich dabei auf die neuesten Grundlagenforschungen des Zentralinstitutes für psychische Gesundheit in Mannheim, wo die Forscher rund um Herrn Christian Haas in einem Mäuseversuch nachweisen konnten, daß Mutationen im sogenannten Presinilin-1-Gen für den Morbus Alzheimer verantwortlich sind.

(Die Ergebnisse werden in der neuesten Ausgabe der britischen Wissenschaftszeitschrift "Nature " (22. Jänner) berichtet)

Grundlagenforschung kann für die zukünftige Therapie möglicherweise neue Wege eröffnen, jedoch für die jetzt relevanten und vorhandenen Therapieschemen "spielt diese Entdeckung leider noch keine Rolle", so Dal-Bianco!

Betroffene bekommen durch solche Botschaften leider immer öfter die Hoffnung, daß Ergebnisse der Grundlagenforschung eine sofortige Änderung in der eigenen Therapie einnehmen muß. "Nicht oft kommt es vor, daß Ambulanzen und Praxen durch Angehörige und Patienten vor lauter Hoffnung "gestürmt" werden, so Prof. Dal-Bianco, "und man dann als Arzt die enttäuschten Betroffenen nach Hause schicken muß!"

Für den Präsidenten der Österreichische Alzheimer Gesellschaft ist dieses Experiment der genetischen Grundlagenforschung von Herrn Haas sehr wichtig, "jedoch ist die Umsetzbarkeit auf den Menschen nicht geregelt", betont Dal-Bianco "und daher leider noch auf die Maus beschränkt!"

Für Rückfragen steht Ihnen das Pressebüro der österreichischen Alzheimergesellschaft unter 0222 310 39 92 zur Verfügung.

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