VLADYKA : KEIN PLATZ FÜR FAMILIEN IM FAMILIENLAND NÖ

Liberales Forum prescht als Totengräber der Arbeiterfamilien vor

St. Pölten (SPI) Für Familien ist kein Platz mehr im angeblichen Familienland Niederösterreich. Ein Land geht seinen
Weg heißt offensichtlich, daß ein Land Sonntags arbeiten geht. Die jüngste Forderung der LIF-Spitzenkandidatin an Landeshauptmann Pröll, ganz Niederösterreich zum Fremdenverkehrsgebiet zu erklären und damit eine generelle Öffnung der Geschäfte am Sonntag zu ermöglichen, macht das LIF zum Totengräber der Arbeitnehmerfamilien Niederösterreichs, stellte SPÖ-Landtagsabgeordnete Christa Vladyka Donnerstag zu den Forderungen Halmers klar. "Da das LIF und die ÖVP längst eins sind in Niederösterreich liegt die Befürchtung nahe, daß diese Forderung eine von der ÖVP bestellte ist und die logische Fortsetzung der Kriegserklärung an die Arbeitnehmer, die durch die Multiplexverordnung sogar schriftlich erging", betonte Vladyka.

Die niederösterreichischen Sozialdemokraten sind damit die einzigen, die an der Seite der Arbeitnehmer stehen und gemeinsam
mit der AK und dem ÖGB um die Rechte der Arbeitnehmer kämpfen. "Ich appelliere deshalb an alle Familien und Arbeitnehmer, mit
ihrer Unterschrift gegen die Sonntagsarbeit im Zuge der von Landeshauptmannstv. Ernst Höger gestarteten Kampagne zu protestieren. Es geht um die Zukunft des Familienlebens -zigtausender Handelsangestellter in Niederösterreich, aber der tausenden Unternehmerfamilien mit ihren Klein- und
Mittelbetrieben, die mangels Mitarbeitern ebenso betroffen wären und die volle Last mit ihren Familien und Kindern tragen müßten", hob die SPÖ-Landtagsabgeordnete hervor.

Die Warnungen der SPÖ, von AK und ÖGB, daß die Multiplexverordnung lediglich der erste Schritt im Rahmen der Generalmobilmachung des bürgerlichen Lagers gegen die Arbeitnehmer des Landes ist, im Rahmen derer die Interessen der arbeitenden Menschen kaltblütig den Gewinnbestrebungen einiger weniger unterworfen werden und eine Politik für jene kleine Schicht betrieben wird, die soviel verdient, daß sie zwischen Montag und Samstag mit dem Geldausgeben nicht fertig wird - wobei die Umsatzzahlen der Sonntage dies bestätigen, haben sich voll bewahrheitet, so die SPÖ-Abgeordnete. "Wir machen Politik für die Muttis hinter den Ladentischen und für das Recht der hundertausenden Kinder zwischen einem und sechzehn Jahren auf gemeinsame Sonntage mit ihren Eltern", schloß Vladyka. (Schluß)nk/ns

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