Niederösterreich kann unter die Top ten kommen:

Dr. h.c. Lothar Späth in St.Pölten

St.Pölten (NLK) - "Niederösterreich hat durchaus eine Chance, unter die ‘Top ten’-Regionen Europas zu gelangen. Voraussetzung dafür sind allerdings Risikobereitschaft,
Experimentierfreudigkeit, Investitionen in Bildung, Forschung und Infrastruktur sowie ein Klima, in dem sich Bürger und Wirtschaftstreibende wohlfühlen", meinte gestern abend Dr. h.c. Lothar Späth, Ministerpräsident a.D. von Baden-Württemberg und seit 1996 Vorsitzender des Vorstandes der JENOPTIK AG, im Landtagssitzungssaal des Neuen Landhauses in St.Pölten bei einem vielbeachteten und sehr pointierten Vortrag zum Thema "Niederösterreich auf dem Weg in die Top ten-Regionen Europas". Voraussetzung dafür sei allerdings die dynamische Entwicklung des Landes, in dem die Bürokratie weitgehend zurückgedrängt sei. Da es heute keine Nationalökonomien, sondern nur mehr Weltökonomien gebe, könne sich Europa nicht abschotten, sondern müsse international wettbewerbsfähig sein. Der Euro werde keine neuen Märkte eröffnen, sondern nur die Zahlungsmodalitäten vereinfachen. "Mit der Globalisierung wurde die Welt zu einer Informationsgesellschaft mit internationaler Arbeitsteilung", erklärte Späth. Gütesiegel wie "Made in Austria" hätten damit keine Bedeutung mehr. Auch die Ostentwicklung sei ein Vorteil,
weil man Verkehrsströme nützen und die Logistik verknüpfen könne. Die Wertschöpfungskette könne man auf diese Weise erfolgreich fortsetzen. Späth: "Will Niederösterreich unter die ‘Top ten’ kommen, muß es ‘fit für die freie Wildbahn’ sein und Solidarität mit Weltoffenheit verbinden."

Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll bezeichnete den Vortrag als wichtigen Impuls gegen "Betriebsblindheit". Lothar Späth sei eine äußerst erfolgreiche Persönlichkeit mit viel Erfahrung, der Perspektiven erkenne und richtig einschätzen könne.

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