16 neue Tourismusbetriebe mit dem Umweltzeichen

Gesamtzahl auf 32 verdoppelt - Steirische und niederösterreichische Regionen besonders stark vertreten - Erster Standort in Nationalpark

Wien (OTS) - 16 heimische Tourismusbetriebe wurden heute, Donnerstag, in Wien mit dem Österreichischen Tourismus- Umweltzeichen ausgezeichnet. Damit verdoppelt sich die Anzahl der mit dem Hundertwasser-Label ausgezeichneten Fremdenverkehrsbetriebe auf 32. Die Unternehmen müssen eine Reihe von ökologischen Kriterien erfüllen, die vom Einkauf über Abfallvermeidung und Energieversorgung bis zur An- und Abreise der Gäste reichen. Das Tourismus-Umweltzeichen wird gemeinsam von Umweltministerium und Wirtschaftsministerium vergeben und ist in Europa einzigartig.

Zur Umwelt-Tourismusregion Nummer 1 dürfte sich die steirische Region um St. Lambrecht entwickeln. Vier der heute ausgezeichneten Betriebe sind dort beheimatet, dazu kommen noch sieben weitere Unternehmen, die das Hundertwasser-Zeichen schon länger tragen. Überhaupt hat unter den Bundesländern die Steiermark mit 15 Zeichenträgern die Nase vorn.

Gleich sechs der heute vergebenen Umweltzeichen gehen ins nördliche Waldviertel. Vier Betriebe stehen in Moorbad Harbach, je einer in Großgerungs und in Weitra. Mit acht Standorten liegt Niederösterreich damit auf Rang 2 unter den Bundesländern. Erstmals ist auch eine österreichische Nationalparkregion dabei: Die Salmhütte, eine Schutzhütte des Alpenvereins im Kärntner Teil des Nationalparks Hohe Tauern, hat ebenfalls alle Umweltkriterien erfüllt. Zwei weitere Kärntner Umweltzeichen-Betriebe, die heute ausgezeichnet wurden, stehen in Kötschach-Mauthen. Mit dem Gesundheitshotel Florian aus Reith bei Kitzbühel wurde schließlich erstmals ein Tourismus-Umweltzeichen an einen Tiroler Betrieb vergeben.

Seit Oktober 1996 gibt es dieses umweltpolitische Instrument, um das sich sich alle Betriebstypen der Tourismusbranche bewerben können. Es gibt eine Kategorie für Hotelbetriebe, Gasthöfe, Feriendörfer und Appartements, eine Kategorie für Pensionen, Jugendherbergen, Erholungsheime, Bildungszentren, Gastronomiebetriebe, Campingplätze und alpine Schutzhütten sowie eine Kategorie für Urlaub am Bauernhof und Privatvermieter bis 10 Betten.

Bei den - bewußt sehr streng gehaltenen - Umweltkriterien unterscheidet man zwischen Muß- und Kannkriterien. Muß-Kriterien sind unabdingbare Mindestvoraussetzungen und in jedem Fall zu erfüllen. Die Kann-Kriterien sind einer Gewichtung unterzogen, wobei jeder Betrieb mindestens 60 Prozent der notwendigen Gesamtpunkteanzahl erreichen muß. Folgende Kriterien sind vorgegeben: Beschaffung und Abfallvermeidung, Abfallverwertung und -entsorgung, Energieversorgung, effizienter Energieeinsatz, Wasser und Abwasser und Sonstiges wie An- und Abreise oder Information.

Das Umweltzeichen ist nicht nur ein wertvolles Marketinginstrument, das nach außen gelebten Umweltschutz dokumentiert. Es bringt durch den verbesserten Mitteleinsatz auch meßbare Kostensenkungen. Zwei Beispiele: Wassersparende WC-Spülkästen sparen bis zu 54 Prozent Ersparnis des Wasserverbrauchs. Zucker aus 50-Kilogramm-Säcken statt in Portionspackungen zu je sechs Gramm kann Kosteneinsparungen von 62 Prozent pro Kilo Zucker bringen.

"Das Umweltzeichen ist eines der wirksamsten Instrumente zur Ökologisierung der Wirtschaft und zur Steigerung der Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit", betonte Sektionsleiter Dr. Fritz Unterpertinger, der die Verleihung der Umweltzeichen in Vertretung von Umweltminister Dr. Martin Bartenstein vornahm.

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