Zur neuen Therapie-Empfehlung der Initiative Arznei & Vernunft: Antibiotika: Zahlen und Fakten

Wien, (OTS) - Im Heilmittelverzeichnis sind unter
"Antibakterielle Therapie" (Indikationsgruppe 35) über 220 verschiedene Antibiotika-Arzneispezialitäten angeführt (Stand: Jänner 1998). Im Jahr 1996 wurden 5,4 Mio. Packungen Antibiotika um 1,2 Mrd. Schilling für Rechnung der sozialen Krankenversicherungsträger in Apotheken abgegeben. Von den insgesamt 93,2 Mio. Verordnungen war jede 17. eine Antibiotika- Verordnung, und von den insgesamt 16,06 Mrd. Schilling Arzneimittel-Kosten belief sich der Anteil für Antibiotika auf 7,5 Prozent. Damit rangieren Antibiotika sowohl bezüglich der Häufigkeit der Verordnungen als auch bezüglich der Kosten an der 7. Stelle in der "Hitliste" der Arzneimittelgruppen für 1996.

In den letzten Jahren gab es deutliche Verschiebungen. Die Verordnung moderner, zumeist hochpreisiger Antibiotika nahm stark zu. So stiegen die Verordnungen für Makrolide seit 1992 um mehr als 50 Prozent, für Gyrasehemmer und Cephalosporine um jeweils mehr als 25 bzw. 20 Prozent. Die Steigerungsrate der Kosten der Antibiotika betrug zwischen 1992 und 1996 rund 8,6 Prozent.

Daß die Ausgaben für die modernen Antibiotika finanzierbar blieben, ist einerseits auf die Einführung von generischen Antibiotika nach Patentablauf und andererseits auf die kostendämpfenden Maßnahmen der Sozialversicherung zurückzuführen.

*** GRAFIKEN zum Thema; 1. Anteil der Verordnungen in den einzelnen Antibiotika-Gruppen im Jahr 1996 2. Kosten der einzelnen Antibiotika-Obergruppen im Jahr 1996 Anzufordern bei:
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