Fünf Jahre Schuldnerberatung Wiener Neustadt

Votruba: Armut und Verschuldung gehen Hand in Hand

St.Pölten (NLK) - Bereits seit fünf Jahren gibt es die Schuldnerberatung in Wiener Neustadt, die all jenen Hilfe bietet, die Probleme im Umgang mit Geld und Schulden haben. Und die Nachfrage ist groß: Allein im vergangenen Jahr wurden 500 Ratsu-chende laufend betreut. Über 700 Menschen haben 1997 einen erstmaligen Kontakt mit der Schuldnerberatung aufgenommen. Zu Erstgesprächen kamen 289 Hilfesu-chende, zu Folgegesprächen bereits 642. "Diese Zahlen zeigen leider deutlich, wel-che
Bedeutung die Schuldnerberatung hat", meinte heute Landesrat
Traude Votruba. Denn die Schuldnerberatung sei die erste "Notaufnahme auf dem Weg zur finanziel-len Genesung". Armut und Verschuldung würden meist Hand in Hand gehen und die Zahl der arbeitenden Menschen, die dennoch nicht mit ihrem Geld auskommen, wür-de steigen. Vordringliche Aufgabe der Politik müsse es daher sein, existenzsichere, qualifizierte Arbeitsplätze in Betrieben
mit hoher Wertschöpfung zu schaffen. Votruba forderte in diesem Zusammenhang 13.000 Schilling Mindestlohn für Vollzeitbeschäf-tigte und die soziale Absicherung für geringfügig Beschäftigte. Es sei außerdem not-wendig, wieder mehr Solidarität mit Ärmeren und Schwächeren zu zeigen.

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