Neue Entwicklung in der Grünbaum-Erbfolge

News berichtet: Einzig erbberechtigte Elisabeth Grünbaum hatte sieben Geschwister - mehrere konnten emigrieren - jeder Nachkomme kann das Erbe beanspruchen - Ordinarius für Zivilrecht: "Reif offenbar irrtümlich zu Erben erklärt"

Wien (OTS) - Die Beschlagnahme des Bildes "Tote Stadt" aus der Stiftung Leopold beginnt sich spektakulär gegen ihre Betreiberin, die New Yorker Publizistin Rita Reif, zu wenden. Das berichtet das Wochenmagazin News in seiner morgen erscheinenden Ausgabe.

Laut einer Expertise des Wiener Ordinarius für Zivilrecht, Rudolf Welser, ist es nunmehr klar, daß die Familie Reif 1963 von der Berliner Wiedergutmachungsstelle unrechtens zu Erben des ermordeten Kabarettisten Fritz Grünbaum erklärt wurde. Erbberechtigt, so der Jurist in NEWS, seien ausnahmslos Nachkommen von Grünbaums Ehefrau und Universalerbin Elisabeth. Also auch deren Schwester Mathilde Lukacs, die das Bild unstrittig rechtens verkauft hat.

NEWS forschte weiter und fand heraus, daß Elisabeth Grünbaum, geborene Herzl, sieben Geschwister hatte. Sie selbst und Schwester Mathilde starben kinderlos. Doch von mindestens drei ist, so NEWS, derzeit erwiesen, daß sie sich nach Belgien retten konnten oder den Krieg überlebten.

o Max Herzl wanderte schon vor dem Ersten Weltkrieg aus. Seine Tochter Renee wurde 1912 in Antwerpen geboren.

o Ida Herzl, verheiratet mit Adolf Koppel, starb nach dem Krieg in Wien.

o Anna Herzl, verheiratet mit Berthold Reis, lebte in Brüssel.

Das Schicksal der Geschwister Bertha, Carl und Ernst muß noch erforscht werden.

Jeder Nachkomme dieser Personen ist nach Grünbaum erbberechtigt und kann alles, was die Familie Reif an Gütern und Geld aus dem Erbe lukriert hat, trotz Verjährungsfristen, mit guten Chancen für sich beanspruchen, meldet NEWS.

Die Suche wurde bereits aufgenommen.

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