"Ein Schritt vor, danach zwei zurück."

Neueingeschlagene "Marschroute" der SPÖ bei der Bundesheerdiskussion

Wien (OTS) - SJ-Chef Robert Pichler nahm, heute Mittwoch, zu der Diskussion rund um das Thema "Reform des Bundesheeres" Stellung.

"Die Zusage des Bundeskanzler und Parteivorsitzenden, daß die Heeresreform nur eine Kürzung von rund 2000 Planstellen ergeben solle, ist für mich unverständlich und sind nach einem Schritt nach vorne wieder zwei zurück", so Pichler.

"Die neue "Marschroute" der SPÖ nach der Ministerratssitzung ist deshalb nicht nachzuvollziehen, da dieselbe Partei noch bei ihrer Klubklausur von einem schwerfälligen und zu großen Bundesheer in Österreich sprach. Die Kritik an der Anzahl der Kasernen in Österreich, es gibt mehr als in der BRD und der Hinweis auf das viel zu große Verteidigungsministerium waren richtig und wichtig, werden nun aber scheinbar aus der Diskussion ausgespart, so der SJ-Chef weiter.

"Der ÖVP Verteidigungsminister spricht davon, daß es nicht um ideologische Fragen und auch nicht um Aufrüstung geht, um danach seinen Bundesparteiobmann die Ankündigung von Neuanschaffungen von Panzern für das Heer zu überlassen", meint Pichler.

"Der Bundeskanzler müsse sich genau überlegen, was der Zweck dieser Politik seines Koalitionspartner sei. Die Sozialdemokratie und deren Vorsitzender, welche sich gegen einen Beitritt zur NATO aussprechen, müssen in nächster Zeit sehr aufmerksam das Beschaffungswesen des Heeres beobachten um nicht weiter eine schleichende Anpassung an den NATO-Standard zuzulassen", so der SJ-Chef.

"Besonders interessant ist für mich wie die SP-Parteispitze diese zwei Schritte zurück, mit ihren neuen Leitbild in Einklang bringen wird. Denn wo mit dieser neuen Marschroute in der Heeresdiskussion die Bereiche Zukunftsorientierung, Verbesserung für die dort arbeitenden Menschen, soziale Ausgewogenheit und Arbeitsplatzschaffung auch nur gestreift wird, ist mir beim besten Willen ein Rätsel", so Pichler abschließend.

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