AUER : DIREKTE HILFE STATT STEUERABSCHREIBUNGEN REICHER

Unsoziales Beharren der NÖVP auf der Bevorzung reicher Familien

St. Pölten (SPI) Eine Familienbesteuerung, von der die reichen Familien mehr profitieren als die einkommensschwächeren, zu einer gerechten Lösung hochzustilisieren, ist ein mehr als starkes Stück und in Wahrheit eine Verhöhnung der kinderreichen Familien aus den mittleren und unteren Einkommensschichten. Dafür stehen wir nicht zur Verfügung, unterstrich Mittwoch SPÖ-Landtagsabgeordnete Helene Auer. "Das Beharren der NÖVP auf der Bevorzugung der nicht nur kinderrreichen, sondern reichen Familien überhaupt, ist unsozial. Wir Sozialdemokratinnen treten deshalb für die Direktförderung als gerechte Lösung ein", betonte Auer.

Die ÖVP scheint überhaupt jedes Augenmaß für die Realität und die wahren Probleme der Familien verloren zu haben. "Denn mit
einer Aktion wie den ‘Flying Nunnys’ hausieren zu gehen und zu behaupten, mit diesen dreissig ‘fliegenden Ersatzmüttern’ wäre zugleich das Problem der Frauenbeschäftigung und der Kinderbetreuung gelöst, ist zu traurig um lachhaft zu sein", stellte die SPÖ-Landtagsabgeordnete klar. Abgesehen davon, daß die Betreuungskosten von 60 bis 120 Schilling je Stunde durch eine der Nunnys ein bisserl weit über dem durchschnittlichen Stundenlohn unserer Fabriksarbeiterinnen, geringfügig Beschäftigten oder Teilzeitkräften liegen und damit für die überwiegende Anzahl der Frauen vollkommen uninteressant sind, zeigt sich auch hier das
wahre Gesicht der ÖVP : Bevorzugung der, und eine Politik für die, reichen Familien des Landes, hob Auer hervor.

Daß wir eine 100prozentige Versorgung mit Kindergartenplätzen für die 3- bis 6-jährigen Kinder haben, ist auf die jahrzehntelange Verantwortung der Sozialdemokraten für das Kindergartenwesen zurückzuführen. "Überall dort, wo sich die ÖVP einmischt, wie etwa beim Kinderbetreuungsgesetz, treten massive Probleme bei der Umsetzung auf, die mit haarsträubenden Unsinnigkeiten wie der Vereinsamung der Wickelkinder in den Kleinkindergruppen übertüncht werden sollen", merkte Auer zu gestrigen Kritik von NÖVP-Landtagsabgeordneter Lembacher abschließend an.
(Schluß)nk/ns

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200

Landtagsklub der SPÖ NÖ

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN