ARBÖ-Protest gegen neue Regelung des Ersatzes der Mautvignette bei Bruch der Windschutzscheibe

Wien (ARBÖ) - Scharf protestiert der ARBÖ gegen die Ankündigung der ÖSAG die Vignettenersatzleistung bei einem Bruch der Windschutzscheibe heuer drastisch einzuschränken.

Die Mautgesellschaft will nur mehr bei einem Windschutzscheibenbruch durch höhere Gewalt (Steinschlag oder Wildschaden) kostenlosen Ersatz für das Mautpickerl leisten. Wird die Windschutzscheibe hingegen durch einen Verkehrsunfall beschädigt, muß die Vignette, sofern sie von keiner Versicherung gedeckt wird (gegnerische Haftpflicht oder Kasko), vom Fahrzeugbesitzer neu erworben werden.

Der ARBÖ hat im Vorjahr in mehreren Gesprächen eine zufriedenstellende Lösung für den Vignettentausch erkämpft. Diese Regelung wurde aber, trotz der Einwände des ARBÖ, nie in der Mautordnung verankert. Die ÖSAG betrachtet daher diese Vorgangsweise als Kulanzleistung, die nun stark eingeschränkt
wird.

Der ARBÖ ersuchte nun in einem Schreiben Wirtschaftsminister
Dr. Hannes Farnleitner, die im Jahr 1997 bewährte Regelung für den Ersatz der Mautvignette auch für das Jahr 1998 beizubehalten. Um dies auch rechtlich abzusichern, ist dazu eine Ergänzung der Mautordnung notwendig.

"Zum Pech des Unfalles hätte der Fahrzeugbesitzer nun auch noch einen finanziellen Schaden", erläutert ARBÖ-Cheftechniker Dipl. Ing. Diether Wlaka. Es sei nicht nachzuvollziehen, warum
Autofahrer, die in einen Verkehrsunfall verwickelt wurden, die
Maut ein zweites Mal entrichten müssen.

Nach der neuen Regelung der Mautgesellschaft müssen nun
folgende Voraussetzungen für eine kostenlose Ersatzvignette
gegeben sein:

  • Vorlage der alten Vignettenquittung
  • Vorlage der neuen Vignettenquittung
  • Vorlage eines Scheibenbruchstücks mit Teil der Vignetten oder

Bestätigung auf der Rechnung über Vignettentyp und Seriennummer * Rechnungsbeleg über den Einbau der neuen Windschutzscheibe

(auf dieser Rechnung darf sich nun kein weiterer Reparaturposten mehr befinden!)

Nach wie vor wickelt der ARBÖ für Mitglieder den Vignettenersatz kostenlos ab. Nichtmitglieder zahlen 50 Schilling Bearbeitungsgebühr.

Wird der Unfallschaden bereits durch eine Versicherung (Haftpflicht, Kasko) abgedeckt, so ist auch die jeweilige Versicherungsgesellschaft für die Kostenübernahme der Ersatzvignette zuständig. Gegenüber der Mautgesellschaft besteht in diesem Falle kein Ersatzanspruch.

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