Wasserwelt March-Thaya-Auen:

LIFE-Projekt ermöglicht ökologische Maßnahmen

St.Pölten (NLK) - Nach dem LIFE-Projekt "Ramsar-Management-March-Thaya-Auen" des Jahres 1995 des Distelvereins (Verein zur Erhaltung und Förderung ländli-cher Lebensräume) wird heuer ein weiteres LIFE-Projekt eingereicht, das helfen soll, March und
Thaya zumindest teilweise wieder natürlich fließen zu lassen und Biber, Fischotter und Wachtelkönig ihren Lebensraum zurückzugeben. "Geplant ist, die ökologisch notwendigen Rückbaumaßnahmen für March und Thaya umzusetzen. So sollen abgeschnittene Schlingen der Thaya und der March wieder an den Hauptfluß angebunden werden. Vor allem im Marchegger Bereich soll das Mäandersystem um-fassend wiederbelebt werden. Mit Uferrandstreifen sollen March und Thaya ihre na-türlich gebliebene Flußdynamik zurückerhalten und somit die Vitalität der Auwälder und -wiesen stärken sowie die Grundwassersituation des Umlandes verbessern", er-klärte heute Hofrat Dipl.Ing. Erich Wurzian, Leiter der NÖ
Naturschutzabteilung. Weitere Maßnahmen beinhalten unter anderem einen Wasserwild-Managementplan zum Schutz der Wasservögel, nachhaltige Nutzungsformen in Land- und Forstwirt-schaft, Jagd, Fischerei, Tourismus und Verkehr und die grenzüberschreitende Zu-sammenarbeit mit der Slowakei und Tschechien, um das international bedeutende Feuchtgebiet in der Region March-Thaya zu erhalten.

Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich auf 33 Millionen Schilling. Das Land Niederösterreich übernimmt davon fast 5,6 Millionen Schilling, die Wasserstraßendi-rektion rund 10 Millionen Schilling und Landesjagdverband sowie Umweltministerium steuern gemeinsam noch fast eine Million Schilling bei. Die Entscheidung über dieses Projekt soll im Frühsommer in Brüssel fallen. Wurzian:
"Wir hoffen, daß die EU eine 50prozentige Förderung bewilligt, sodaß das Projekt bis 2001 realisiert werden kann."

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