Konzentration auf Geschäftsstraßen benachteiligt Nebenlagen: Kleine Unternehmer im Out

Wien (OTS) - Die Unterstützung der Wirtschaftskammer darf sich nicht, wie bisher, nur auf die Wiener Einkaufsstraßen konzentrieren, sagt Wirtschaftskammer-Vize und Wiener LAbg. GR Friedrich Strobl vom Freien Wirtschaftsverband. Das geplante Einkaufsstraßen-Management benachteilige rund 80 Prozent der Wiener Betriebe, weil es hauptsächlich den, in diesen zentralen Lagen ansässigen, Ketten und Filialisten nützt. Die für die Infrastruktur und Nahversorgung der Stadt wichtigen Handels- und Gewerbebetriebe in Grätzeln und Nebengassen habe man offenbar bereits aufgegeben, kritisiert Strobl.

Der einseitige Werbe-Kampf der Wirtschaftskammer für die Einkaufsstraßen, koste immer mehr Händler und Gewerbetreibende abseits der A-Lagen die Existenz und die Bevölkerung ihre Nahversorger, sagt der FWV-Präsident. In diesem Sinne ist die Unterstützung der Einkaufsstraßen eine einseitige Sache, so Strobl. Betriebe in unpopulären Lagen würden durch die Werbeoffensive für Einkaufsstraßen zusätzlich konkurrenziert.

Von den rund 65.000 Handels- und Gewerbebetrieben bleiben in der beabsichtigten Werbekonzentration auf Einkaufsstraßen rund 50.000 Betriebe, die in Seitengassen und kleinen Grätzeln liegen, im Out. "Diese einseitige Förderung der Einkaufsstraßen ist eine Kulissenschieberei in A-Lagen. Nötig ist ein substantielles Konzept für die Erhaltung der Klein- und Kleinstbetriebe des Wiener Handels und Gewerbes insgesamt", meint Wirtschaftskammer-Vizepräsident Strobl.

FWV-Forderung: Imagekampagne für Wiener Handel und Gewerbe

Es gehe nicht darum, zusätzliche Scheinwerfer auf die ohnehin gut beleuchteten Einkaufslagen zu richten, sondern die schattigen Ecken mit gezielten Fördermaßnahmen zu erhellen, deponiert Strobl. Der FWV-Präsident will dementsprechend auch die Wiener Konsumenten in die Pflicht nehmen. Sie sollen bei ihren täglichen Einkäufen nicht nur Wien, sondern vor allem dem Wohnumfeld, d. h. den traditionellen Nahversorgern, treu bleiben. Den betroffenen Betrieben müsse man ein Optimum an Unterstützung bieten, so der Wirtschaftskammer-Vize.

"Alle reden über die Wiener Wirtschaft, wir reden mit ihr", kündigt Strobl eine Unterstützungsaktion für benachteiligte Klein-und Kleinstbetriebe an, um die Nahversorgung zu sichern. Außerdem muß das angekündigte Geschäftsstraßen-Management für Einkaufsstraßen durch eine schlagkräftige Image- und Kundenbindungskampagne für Handel und Gewerbe im Wohnumfeld der Bevölkerung ergänzt werden, fordert Strobl.

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