Berentzen-Gruppe : Berentzen-Gruppe plant weitere Restrukturierungen / Vorstand nimmt Verhandlungen mit Arbeitnehmervertretern auf

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Aufsichtsrat und Vorstand der
Berentzen-Gruppe wollen die im vergangenen Jahr begonnene Restrukturierung des Unternehmens weiter fortsetzen. Vor dem Hintergrund einer im vierten Quartal 1997 anhaltend schlechten Geschäftsentwicklung und einem für das Gesamtjahr 1997 erwarteten negativen Ergebnis berät der Vorstand der Berentzen-Gruppe zur Zeit mit den Arbeitnehmervertretern über Restrukturierungen in den Bereichen Produktion und Logistik. Zwei durch Unternehmensberatungen erstellte Analysen haben für beide Bereiche Einsparungspotentiale in Höhe von mehreren Millionen DM jährlich aufgezeigt.

Die 1997 begonnene Optimierung der Produktionskapazitäten soll 1998 weiter fortgesetzt werden. Die derzeit an drei Standorten vorgenommene Abfüllung von Spirituosen soll nach Unternehmensplanungen auf zwei Standorte reduziert und die Zahl der Abfüllanlagen weiter verringert werden. Vorgesehen ist, die Spirituosenabfüllung am Standort Elsfleth einzustellen, in Haselünne um eine Anlage zu verringern und am Standort Minden auszubauen. Insgesamt sollen drei Anlagen still gelegt und vier Anlagen nach Minden verlagert werden. Die Produkte der Marke Berentzen werden weiter an ihrem historischen Standort Haselünne hergestellt und abgefüllt. Die Weinbrandherstellung und -lagerung verbleiben in Elsfleth.

Fremdvergabe von Lager- und Distributionsfunktionen angestrebt

Weiterhin ist geplant, die Lager- und Fuhrparkaktivitäten der Standorte Haselünne, Elsfleth und Minden zusammenzufassen. Künftig sollen in Minden die Lager- und Distributionsfunktionen zentral wahrgenommen werden; wahrscheinlich, indem sie an einen externen Dienstleister fremdvergeben werden. Die bislang den Einzelgesellschaften zugeordneten Bereiche Produktion und Logistik werden zukünftig in einer einzigen Produktions- und Logistikgesellschaft gebündelt, die auch den Zentralen Einkauf der Gruppe am Standort Minden übernehmen wird.

Reduzierung des Personalstands

Durch die Verringerung der Produktionskapazitäten und die Fremdvergabe der Lager- und Fuhrparkaufgaben käme es zu einem deutlichen Abbau des Personalstands in diesen Bereichen. In Haselünne wären durch die Aufgabe des Zentrallagers und die Auslagerung des Fuhrparks voraussichtlich rund 80 Mitarbeiter betroffen. Mehr als 20 Arbeitsplätze entfielen in der Produktion. In Elsfleth wären circa 80 Mitarbeiter in Produktion, Lager und Logistik sowie in der aufzulösenden Verwaltung von der Umstrukturierung betroffen. In Minden würden neue Arbeitsplätze entstehen. Zwar fielen 10 Arbeitsplätze im Lager weg, doch würden durch die Erhöhung der Produktionskapazitäten über 20 neue Arbeitsplätze geschaffen. Zusätzlich entständen neue Stellen in der Logistiksteuerung.

Durch die Restrukturierungen würde sich der Personalstand der Berentzen- Gruppe von derzeit 856 Mitarbeitern voraussichtlich auf etwa 680 Mitarbeiter verringern, auf Vollzeitkräfte umgerechnet entspricht dies einer Verringerung von 735 Mitarbeitern auf etwa 575 Mitarbeiter. Den betroffenen Mitarbeitern wird, soweit dies möglich ist, ein alternativer Arbeitsplatz innerhalb der Gruppe angeboten. Für Arbeitnehmer, die im Rahmen dieser Maßnahmen ihren Arbeitsplatz verlieren würden, soll gemeinsam mit den Arbeitnehmer- vertretern ein Sozialplan vereinbart werden.

Erhebliche Einsparungen erwartet

Durch die Optimierung der Produktionskapazitäten und die Fremdvergabe von Lager- und Distributionsaufgaben ergeben sich erhebliche Einsparungen, die ab 1999 realisiert werden könnten. Für die gesamte Restrukturierung ein- schließlich der Sozialplankosten entstehen 1998 voraussichtlich Aufwendungen in Höhe von circa 7 Millionen DM, die durch Rückstellungen im Geschäftsjahr 1997 bereits abgedeckt werden sollen, sich allerdings auf das Ergebnis zusätzlich negativ auswirken werden.

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