GRUBER : ENTLARVENDE POLEMIK EGERERS BEI ÖSPAG

ÖVP - Ignorieren und Schulterzucken als Arbeitsmarktpolitik?

St. Pölten (SPI) Nachdem sich eine die drohende Schließung der ÖSPAG in Wilhelmsburg abzuzeichnen begann, wurden seitens Landeshauptmannstv. Ernst Höger sofort Gespräche über eine mögliche Absicherung des Standortes aufgenommen, ein MBO ( Management Buy Out) vorbereitet und mit den zuständigen Förderungstellen des Landes und des Bundes akkordiert und abgesichert. Obwohl man sich bei den Verhandlungen soweit geeinigt hatte, daß dieser österreichischen Lösung nichts mehr im Wege zu stehen schien, hat die Schweizer Konzernmutter letztendlich
dennoch Nein gesagt und damit die über 200jährige Tradition der Lilienporzellanproduktion in Wilhelmsburg beendet. Aber die
ehemals dort Beschäftigten wissen sehr genau, wer stets an ihrer Seite stand, auch wenn der Kampf um jeden Arbeitsplatz nicht immer zu gewinnen ist, stellte Dienstag SPÖ-Landtagsabgeordneter Karl Gruber klar. "Die ÖVP hat wie üblich mit den Schultern gezuckt und die Probleme ignoriert. Dieses Vorgehen jetzt als aktive Arbeitsmarktpolitik zu bezeichnen richtet sich selbst", betonte Gruber.

Hätte sich Egerer wenigstens die Mühe gemacht, die Medien zu verfolgen oder zumindest bei ihrem Landesrat Gabmann nachzufragen, hätte sie sehr leicht in Erfahrung bringen können, wie die Geschichte wirklich gelaufen ist. "Denn daß sie sich bei den Betriebsversammlungen blicken hätte lassen, war ohnehin nicht anzunehmen, denn dort finden sich stets nur jene ein, die die Interessen der Arbeitnehmer vertreten - Ernst Höger, AK-Präsident Staudinger, die Freunde aus den Gewerkschaften und dem AMS und
viele andere. Die ÖVP bevorzugt es fernzubleiben und anschließend Unwahrheiten zu verbreiten. Nur : Mit dieser billigen Polemik wird kein einziger Arbeitsplatz gerettet oder geschaffen", unterstrich Gruber. "Dank Högers Einsatz sind 5000 Arbeitsplätze in Betrieben unmittelbar und weitere 7000 mittelbar gerettet worden - von der Schmidschrauben in Hainfeld über die Glanzstoff in St. Pölten bis zur Zuckerfabrik in Hohenau, die Iglo-Tiefkühlproduktion im Marchfeld oder Absicherung des Semperitstandortes . Aber die Wahrheit war noch ein Hinderungsgrund für gegenteilige
Behauptungen der ÖVP", schloß Gruber.
(Schluß)nk/ns

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200

Landtagsklub der SPÖ NÖ

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN