Tschirf: Die Familie muss wichtiger Teil der Regierungsarbeit bleiben!

SPÖ kann in dieser Frage endlich Sozialkompetenz zeigen!

wien (OTS) - Der Wiener ÖAAB-Landesobmann LAbg. GR Dr. Matthias Tschirf forderte heute die Funktionäre der ÖVP auf, die Familie wieder verstärkt in den Mittelpunkt der eigenen Politik zu stellen. Laut einem Bericht des Sozialministeriums sind von den 410.000 Menschen, die in Österreich an der Armutsgrenze leben, 152.000 Kinder. "Das ist ein Armutszeugnis für unsere Gesellschaft und gehört raschest geändert", forderte Tschirf.****

"Wir müssen Politik wieder für die Menschen machen und nicht nur für den shareholder value", so Tschirf der der Frage nach dem Lebenseinkommen für Jungfamilien hohe Priorität zumißt. So haben Untersuchungen gezeigt, daß eine Frau Mitte 20 mit zwei Kindern durchschnittlich 20% ihres möglichen Lebenseinkommens und damit einen Teil des Familieneinkommens verliert. Der Wiener ÖAAB kann sich daher mit der Forderung nach einer Erhöhung der Familienbeihilfe und der Beibehaltung der Alterstaffel nur voll und ganz identifizieren. Diese Beihilfe wurde seit Beginn dieses Jahrzehnts nicht erhöht, während etwa Pensionen um 21% erhöht wurden und die Inflationsrate knapp 20% betrug. "In Wirklichkeit hat in den letzten Jahren eine schleichende Reform zu Ungunsten der Familien stattgefunden", konstatierte Tschirf. Die Familiensteuerreform muß letztendlich das Ziel haben, daß jene die Kinder haben, in ihrem Lebensstandard gegenüber jenen, die keine Kinder haben, nicht benachteiligt sind. Daher darf von der Mehrkinderstaffel bei den Verhandlungen nicht abgegangen werden. "Das muß auch die SPÖ endlich akzeptieren", so Tschirf, der vom Koalitionspartner mehr Sozialkompetenz einforderte: "Immer nur bei Klausuren und Parteitagen diese für sich in Anspruch zu nehmen ist einfach zu wenig. Wichtiger ist es nämlich, Sozialkompetenz bei der konkreten Umsetzung zu zeigen."

Die ÖVP-Verhandler zur Familiensteuerreform sind auf dem richtigen Weg. "Sie lassen sich auch nicht von Zurufen aus dem Hintergrund irritieren", schloß Tschirf.

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