Außenhandel mit Rumänien intensiviert sich

1-9/97: Österreichische Exporte legten um 13,4 Prozent zu Verstärkte Investitionstätigkeit für 1998 erwartet

Wien (PWK) - "Der bilaterale Handelsaustausch zwischen Österreich und Rumänien hat sich in den ersten neun Monaten 1997 durchwegs positiv entwickelt", berichtet Franz Bachleitner, Österreichs Handelsdelegierter in Bukarest. Die österreichischen Ausfuhren legten gegenüber der Vergleichsperiode 1996 um 13,4 Prozent auf 2,52 Mrd Schilling zu. ****

Dies sei vor allem auf die starken Steigerungen (+38 Prozent) bei Maschinen- und Fahrzeuglieferungen - insbesondere Arbeits- und Metallbearbeitungsmaschinen, Heiz- und Kühlanlagen, elektrische Maschinen und Geräte - zurückzuführen, deren Anteil am Ausfuhrvolumen nunmehr beinahe 1 Mrd Schilling beträgt.

Die Gruppe bearbeitete Waren, unter denen besonders Papier und Pappe, Textilien, Schienen, Reifen und Schläuche zu nennen sind, konnte ein Plus von 39 Prozent verzeichnen und hält mit einem Ausfuhrvolumen von rund 600 Mio Schilling den zweiten Exportrang. Wichtige Ausfuhrwaren sind für Österreich auch chemische Erzeugnisse (ca. 360 Mio Schilling), bei denen vor allem Pharmazeutika sowie Farb- und Kunststoffe ins Gewicht fallen.

Umgekehrt sei es im Vorjahr auch der rumänischen Wirtschaft gelungen, die Exporte nach Österreich um 48,4 Prozent auf beinahe 2 Mrd Schilling (1-9/97) zu steigern. Speziell fanden Bekleidung (417 Mio Schilling), Aluminium (353 Mio), Möbel (191 Mio), Maschinen (186 Mio) sowie Kalk und Zement in der Höhe von 131 Mio Schilling ihren Absatzmarkt in Österreich, so Bachleitner. Ein positiver Impuls in Zeiten, in denen es die rumänische Wirtschaft nicht gerade leicht hat. Die Restrukturierung der verstaatlichten Industrie konnte 1997 erst in der zweiten Jahreshälfte an Dynamik gewinnen, wobei strategische Investoren aus dem Ausland auch einige marode Betriebe mit Zukunftspotential übernahmen.

"Dadurch, daß Phare- und Weltbankgelder in den nächsten Jahren verstärkt in den Privatsektor sowie in den Aufbau der Infrastruktur fließen werden, ergeben sich auch für österreichische Investoren eine Reihe von interessanten Beteiligungsmöglichkeiten", ist Bachleitner überzeugt. Seit 1990 habe die österreichische Wirtschaft rund 150 Mio US-Dollar in Rumänien investiert. Darüber hinaus laufen derzeit von österreichischer Seite zahlreiche Beteiligungsgespräche mit diversen Industriegruppen in Rumänien, so daß für den Jahresverlauf 1998 mit einer Verdopplung der österreichischen Investitionen gerechnet werden könne.

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