Österreich: "Gesündere" EDV-Arbeitsplätze Wien (ÖRK) - 65.000 Stunden verbringt ein durchschnittlicher "Büromensch" im Laufe seines Arbeitslebens an seinem

Schreibtisch. Auf immer mehr dieser Schreibtische stehen Computer. Bildschirmarbeit ist heutzutage somit beinahe schon eine Selbstverständlichkeit. Nicht unbedingt selbstverständlich ist eine "gesunde" Ausstattung von Computer-Arbeitsplätzen. "Es gilt sowohl bei der Gestaltung des Arbeitsplatzes als auch bei der Bildschirmarbeit selbst einige Grundsätze zu beachten, um den Körper vor zu großer Belastung zu schützen", sagt dazu Dr.Birgit Kager vom Betriebsärztlichen Dienst des Österreichischen Roten Kreuzes.

Ein Bildschirmarbeitsplatz muß spezielle Voraussetzungen erfüllen. Der Computer sollte an einem Platz stehen, an dem das Licht
seitlich auf den Monitor fällt, um Blendeffekte zu vermeiden. Kunstlicht sollte sich nicht im Monitor spiegeln. Wichtig für ermüdungsfreies Sehen ist der richtige Abstand zum Monitor von 50 bis 70 Zentimetern. Besuche beim Augenarzt sollten für Bildschirm-Arbeiter selbstverständlich sein. Exakt angepaßte Brillen können die Arbeit oft erleichtern. Dr.Kager: "Vermeiden Sie auch zu
starke Helligkeitsunterschiede zwischen Büromöbeln und Monitor." Man versucht unbewußt, den Reflexen am Monitor auszuweichen und nimmt eine Fehlhaltung ein. Muskelverspannungen oder Kopfschmerzen sind die Folge.

Um Verspannungen zu vermeiden, ist auch die richtige Sitzposition wichtig. Die Bildschirm- Oberkante sollte nicht über Augenhöhe hinausgehen. Eine Blickneigung von etwa 30 Grad wird als angenehm empfunden. Die Sitzposition sollte aufrecht sein, gerader Rücken, die Arme ungefähr 90 Grad abgewinkelt, ebenso die Beine. Die Fußsohlen sind vollständig am Boden. Beim Arbeiten aber nicht ständig und steif in dieser Position verharren. Richtig eingestellte Rückenlehnen und Lendenstützen eines höhenverstellbaren Drehsessels entlasten die Wirbelsäule.

Jede konzentrierte Arbeit erfordert Pausen. Mehrere kleine Pausen sind grundsätzlich besser als eine lange. Als Faustregel nennt Dr.Kager fünf Minuten Pause pro Arbeitsstunde: "Ein Blick aus dem Fenster als Gegensatz zum starren Sehen auf kurze Distanzen tut
dem Auge gut. Dem verspannten Nacken helfen spezielle Übungen, indem etwa der Kopf nach vor und zurück bewegt wird, wobei darauf zu achten ist, daß das Kinn immer auf derselben Höhe bleibt."

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19.1.1998

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