Votruba: Betreuungsbedarf klar, Handeln statt diskutieren gefragt

Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen muß zügig vorangetrieben werden

St. Pölten (SPI) Daß ein zunehmender Bedarf an einem umfassenden Kinderbetreuungsangebot besteht ist längst klar und wird österreichweit bis auf geringe Ausnahmen als Notwendigkeit anerkannt. Deshalb gibt es keinen Anlaß immer und immer wieder diese Notwendigkeit zu diskutieren, vielmehr geht es jetzt darum, daß das Angebot so rasch als möglich den Bedürfnissen der Familien und der Realität der Arbeitswelt angepaßt wird, stellte Landesrätin Traude Votruba, Sonntag abends im Rahmen eines Frauenstammtisches klar. "Ebensowenig darf das Recht der Eltern
auf eine freie Wahl der Form der Betreuung, die ihnen für ihre Kinder am Besten erscheint, Thema sein - es sei denn, die Gegner der Wahlfreiheit geben offen ihr Ziel eine Bevormundung der Menschen zu, betonte Votruba.

Denn jede Verzögerung beim weiteren Ausbau der gleichrangig im Bereich der Kleinstkindergruppen, Kindergärten, Horte, privaten Initiativen und Tagesmüttern erfolgen muß, bedeutet eine weitere Einschränkung der Wahlfreiheit und der Entscheidungsfreiheit hinsichtlich der Berufstätigkeit, unterstrich Votruba. Niederösterreich wird nicht dadurch familienfreundlicher, daß wir den Menschen ein Modell des Zusammenlebens aufzwingen, wenn persönliche Wahlfreiheit durch ein beschränktes Betreuungsangebot hintangehalten wird, sondern nur dadurch, daß wir dieses Angebot so bedarfsgerecht und familienfreundlich wie möglich gestalten. Aufgabe der Politik ist es, diese Rahmenbedingungen zu schaffen. Dazu kommt noch, daß jede Unzulänglichkeit im Bereich der Kinderbetreuung voll zu Lasten unserer jungen Frauen und Familien geht und die Frage der Kinderbetreuungseinrichtung deshalb nicht
nur eine Familien- und wirtschaftspolitische ist, sondern eine zutiefst gesellschaftspolitische, hob die Landesrätin hervor.

Eine partnerschaftliche Gesellschaft mit gleichberechtigten Frauen und Männern kann nämlich nur dann entstehen, wenn beide die gleichen Chancen haben und für diese Chancengleichheit sind Kinderbetreuungseinrichtungen in ausreichender Anzahl für alle Altersgruppen und mit den entsprechenden Öffnungszeiten eine unabdingbare Voraussetzung, schloß Votruba. (Schluß) nk/ns

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