ÖAAB-AK-GAJDOSIK: SOZIALABBAU KANN NICHT DANK FÜR STEIGENDE ARBEITSLEISTUNG SEIN!

Kessler soll einmal über den sozialen Frieden nachdenken!

Wien (OTS) - "Was will die Industrie mit ihren sozialfeindlichen Aussagen eigentlich erreichen?" fragte sich heute der Wiener ÖAAB-Landesobmann-Stellvertreter und AK-Vizepräsident Alfred GAJDOSIK angesichts der Ausführungen von Heinz Kessler. Der Obmann der Sektion Industrie in der Wirtschaftskammer hatte eine rasche Senkung der Lohnnebenkosten und dabei unter anderem den ersten Krankenstandstag als Urlaubstag gefordert.****

"Ich kann mir solche sozialfeindlichen Aussagen nur damit erklären, daß Kessler letztendlich alle Sozialleistungen abschaffen möchte", meinte GAJDOSIK, der zugleich ein Wahnsinnsszenario skizzierte: Weg von der Pflichtversicherung, hin zur freiwilligen Versicherung. "Wir als Arbeitnehmervertreter sind aber dazu auf keinen Fall bereit", stellte der AK-Vizepräsident fest: "Gerade in Zeiten, in denen die Industrie üppige Erträge erzielt, ist so eine Forderung unverständlich." In den letzten Jahren hat es immer eine Steigerung der Arbeitsleistung bei Arbeitnehmern gegeben. Ein Sozialabbau kann keinesfalls der richtige Dank dafür sein. "Diskutieren müßte man vielmehr über den Abbau von Überstunden", forderte GAJDOSIK. Denn diese kosten Arbeitsplätze und das belastet in Wirklichkeit unser Sozialsystem. Aber das hören die Vertreter der Industrie ja nicht gerne. "Da ist es für Kessler schon leichter, einfach nur den Abbau von Sozialleistungen zu fordern, sich aber keine Gedanken über den sozialen Frieden machen zu müssen", schloß Alfred GAJDOSIK.

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