Grüne Forderung nach Stop der Rodeaktion im Obstbau

Weinzinger: "Vielfalt der österreichischen Obstsorten muß erhalten bleiben"

Wien (OTS) - "Die Niederösterreichische Landwirtschaftskammer soll die angekündigte Rodeaktion im Obstbau stoppen und klarstellen, daß sich dieses EU-Programm eigentlich nur auf Intensivanbaugebiete bezogen hat," forderte heute die Grüne Spitzenkandidatin für die NÖ-Landtagswahlen im März, Brigid Weinzinger. "Die traditionelle Vielfalt der Obstsorten muß erhalten bleiben," betont die Grünpolitikerin. Eine Rodeaktion würde diese Mannigfaltigkeit, die vor allem in Hausgärten zu finden ist, gravierend gefährden," warnt Weinzinger, die in der "Kahlschlag-Aktion" eine schleichende Sortenbereinigung ortet. "Wenn der Bauer die betreffende Obstsorte wieder nachpflanzen will, muß er oftmals feststellen, daß es diesen Obsttyp einfach nicht mehr gibt."

"Einen Fehler in ihrer Ankündigung zur Rodeaktion muß die Landwirtschaftskammer umgehend klarstellen," fordert Weinzinger weiter. "Statt "Auf der zur Rodung vorgesehenen Obstfläche müssen mindestens 300 Bäume/Hektar gepflanzt werden" muß es nämlich heißen "gepflanzt sein", gibt ein Vertreter der Landwirtschaftskammer zu. "Daraus geht eigentlich klar hervor, daß seitens der EU das Programm auf den Intensivobstbau zugeschnitten war. Die Landwirtschaftskammer muß daher klarstellen, daß Hausgärten und der bäuerliche Obstbau für die Subventionen nicht in Frage kommen," fordert Weinzinger.

Die Grünpolitikerin weist ferner darauf, daß die EU-Verordnung für Niederösterreich gar nicht zutreffe. "In Niederösterreich gibt es keinen Intensivobstbau der angeführten Obstsorten Apfel, Birne, Pfirsich und Nektarine. Die einzigen größeren Obstanbaugebiete liegen in der Wachau, und dort werden hauptsächlich Marillen angepflanzt, die von der Verordnung nicht betroffen sind," so die Grünpolitikerin. "Wir fordern daher die NÖ-Landwirtschaftskammer auf, das Programm zurückzuziehen", so Weinzinger abschließend.

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