Familienbund: Familiensteuerreform muß ab 1.1. 1999 greifen

Wien (OTS) - Vorsichtig optimistisch äußerte sich heute der Präsident des Österreichischen Familienbundes LAbg. Mag. Otto Gumpinger zu der ersten Verhandlungsrunde über die Familiensteuerreform. Die angebotenen 500.- Schilling für alle Kinder von Familienminister Bartenstein seien eine gute Basis für die weiteren Verhandlungen und ein Schritt in Richtung Familienbund-Steuermodell.

Dieses Modell sieht eine durchschnittliche Erhöhung der Absetzbeträge von 750.- Schilling und eine gleichzeitige Umstellung der Absetzbeträge auf eine Altersstaffel vor. Eine Mehrkinderstaffel, die für den Familienbund eine unerläßliche Maßnahme zur Förderung von armutsgefährdeten Mehrkindfamilien ist, soll zukünftig über die Familienbeihilfe erfolgen. Einer ersatzlosen Streichung der Mehrkinderstaffel würde der Familienbund niemals zustimmen, weil damit alle Familien mit drei und mehr Kinder die Verlierer der Steuerreform wären.

Unabdingbar ist für den Familienbund auch, daß die Familiensteuerreform ab 1.1.1999 greifen muß, sonst werden Familien ihr Recht ausschöpfen und den Unterhalt voll steuerlich geltend machen, was einen Steuereinnahmenentfall von mehr als 25 Milliarden Schilling bedeuten würde. Der Verfassungsgerichtshof hat darüberhinaus den politischen Verantwortungsträgern diesen Zeitpunkt genannt, bis zu dem die Ungleichbehandlung von Familien im Steuerrecht repariert werden müsse. An diese Zeitvorgabe haben sich auch die Politiker zu halten. Wie Gumpinger abschließend feststellte, werde der Familienbund nicht zu lassen, daß politisch opportune Kompromisse dazu führen, daß Familien ein weiteres Jahr verfassungswidrig zur Kasse gebeten werden.

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