Halt für Geisterfahrer in Niederösterreich

LH Pröll nahm erste Warntafel in St.Pölten in Betrieb

St.Pölten (NLK) - In Niederösterreich begann heute die
Aufstellung von Geisterfahrer-Warntafeln. Landeshauptmann Dr.
Erwin Pröll nahm an der Abfahrt St.Pölten Süd, Richtung Wien, die erste von rund 100 derartigen Warntafeln in Betrieb. Die Aktion läuft im Auftrag des Verkehrsministeriums, die genaue Aufstellung erfolgt im Einvernehmen mit den Sachverständigen des Landes. Die Tafeln tragen auf der einen Seite eine warnende Hand sowie die Aufschrift "Stop" in Verbindung mit einem "Einfahrt verboten"-Verkehrszeichen, die Rückseite wird als Werbefläche genützt.

Zunächst werden die Tafeln an den Anschlußstellen St.Pölten Süd, Ost und Nord montiert, die weiteren sollen in Baden, Vösendorf, Hochstraß, Gießhübl, Mayerling, Wiener Neudorf und Hinterbrühl folgen. Der restliche Ausbau ist bis Ende 1998 vorgesehen.

Grund für diese Maßnahme ist die hohe Zahl der Geisterfahrer und die damit verbundenen teils verheerenden Unfälle. In Niederösterreich gab es zuletzt rund 70 Geisterfahrer-Meldungen
des ORF, die meisten Meldungen kamen aus dem Bereich Wiener
Neustadt und St.Pölten. Die Bilanz weist zwischen zwei und fünf Unfällen pro Jahr aus. Ein Monatsvergleich zeigt, daß in der zweiten Jahreshälfte mehr Geisterfahrten registiert werden als in der ersten. Nicht überraschend ist, daß sich die Gefahr von Falschfahrten in der Dunkelheit erhöht. Nur ein Drittel aller Beteiligten an Geisterfahrerunfällen im langjährigen Schnitt waren alkoholisiert.

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