Haager: Frauen wären bei Sonntagsarbeit traditionell am meisten benachteiligt

Ganztagsarbeitsplätze werden durch minderwertige "McJobs" ersetzt

St. Pölten, (SPI) - "Naturgemäß wären es die Frauen, welche unter einer generellen Einführung der Sonntagsarbeit am meisten zu
leiden hätten. Nicht nur daß sie bei den Handelsangestellten traditionell zu den am geringsten entlohnten Arbeitnehmergruppen gehören, sie sind es auch, welche durch die Tendenz, Ganztagsarbeitsplätze durch "McJobs" zu ersetzen, in diese
billigen und minderwertigen Arbeitsverhältnisse gedrängt werden. Deshalb muß Bestrebungen zur generellen Einführung der Sonntagsarbeit rechtzeitig ein Riegel vorgeschoben werden - die
von LHStv. Ernst Höger ins Leben gerufene Unterschriftenaktion ist hier eine äußerst begrüßenswerte Maßnahme, so die Vorsitzende der NÖ-ÖGB-Frauen, Christine Haager, in einer Stellungnahme.****

"Der Kampf gegen die Einführung der Sonntagsarbeit, die Rücknahme der Multiplex-Verordnung durch LH Erwin Pröll und mehr soziale Rücksichtnahme auf die arbeitenden Menschen und ihre Familien wird von uns vorbehaltlos unterstützt. Durch die Verordnung wurde der Druck auf die Arbeitnehmer einer Branche, in der die Verdrängung durch geringfügig Beschäftigte modern geworden ist, noch mehr verstärkt. Denn unter den Bedingungen des verschärften Arbeitsmarktes haben Handelsangestellte kaum Chancen, ohne nachfolgende Kündigung die Arbeit an Sonn- und Feiertagen abzulehnen. Beispiele für diese Problematik können bereits durch Angaben von Beschäftigten belegt werden - das Recht auf einen arbeitsfreien Sonntag im Kreis der Familie muß gewahrt bleiben", schloß die NÖ-ÖGB-Frauenvorsitzende.
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