• 15.01.1998, 12:56:40
  • /
  • OTS0162

Haager: Frauen wären bei Sonntagsarbeit traditionell am meisten benachteiligt

Ganztagsarbeitsplätze werden durch minderwertige "McJobs" ersetzt

St. Pölten, (SPI) - "Naturgemäß wären es die Frauen, welche unter
einer generellen Einführung der Sonntagsarbeit am meisten zu
leiden hätten. Nicht nur daß sie bei den Handelsangestellten
traditionell zu den am geringsten entlohnten Arbeitnehmergruppen
gehören, sie sind es auch, welche durch die Tendenz,
Ganztagsarbeitsplätze durch "McJobs" zu ersetzen, in diese
billigen und minderwertigen Arbeitsverhältnisse gedrängt werden.
Deshalb muß Bestrebungen zur generellen Einführung der
Sonntagsarbeit rechtzeitig ein Riegel vorgeschoben werden - die
von LHStv. Ernst Höger ins Leben gerufene Unterschriftenaktion ist
hier eine äußerst begrüßenswerte Maßnahme, so die Vorsitzende der
NÖ-ÖGB-Frauen, Christine Haager, in einer Stellungnahme.****

"Der Kampf gegen die Einführung der Sonntagsarbeit, die Rücknahme
der Multiplex-Verordnung durch LH Erwin Pröll und mehr soziale
Rücksichtnahme auf die arbeitenden Menschen und ihre Familien wird
von uns vorbehaltlos unterstützt. Durch die Verordnung wurde der
Druck auf die Arbeitnehmer einer Branche, in der die Verdrängung
durch geringfügig Beschäftigte modern geworden ist, noch mehr
verstärkt. Denn unter den Bedingungen des verschärften
Arbeitsmarktes haben Handelsangestellte kaum Chancen, ohne
nachfolgende Kündigung die Arbeit an Sonn- und Feiertagen
abzulehnen. Beispiele für diese Problematik können bereits durch
Angaben von Beschäftigten belegt werden - das Recht auf einen
arbeitsfreien Sonntag im Kreis der Familie muß gewahrt bleiben",
schloß die NÖ-ÖGB-Frauenvorsitzende.
(Schluß) fa

Rückfragehinweis: Landtagsklub der SPÖ NÖ

Tel: 02742/200

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel