Fiaker-Regelung muß her!

Tierhilfswerk Austria fordert Pferdehaltungs-Verordnung

Wien (OTS) - Beim Tierhilfswerk Austria (THWA) mehren sich die Prosteste empörter Tierfreunde bezüglich der Mißstände in der Fiaker-Branche. So gibt es immer wieder Hinweise auf Tierquälerei wie auch auf einen rauhen Konkurrenzkampf innerhalb der Pferdegespannszene.

Dazu Christian Janatsch, Präsident des THWA: "Einige Fiaker-Unternehmer scheren sich reichlich wenig um das Wohl ihrer Tiere. Die Pferde stehen oft zentimetertief in ihren eigenen Fäkalien. Angeschlagene Tiere erhalten keine Ruhepause, sie werden fit gespritzt; das Geschäft muß schließlich weiterrollen."

Der Konkurrenzkampf zwischen den Fiaker-Unternehmern nahm im letzten Jahr deutlich an Schärfe zu. An die 100 Gespanne kutschieren derzeit durch Wien. Nicht selten kommt es zu körperlichen Übergriffen oder Sabotageakten (durchschnittene Zügel etc.)

Im Vorjahr verteilte die Stadtverwaltung noch freizügig 10 neue Lizenzen. Ab heuer - seit dem 1. Januar 1998 - soll ein Umdenken eingeleitet werden: eine Verordnung verlangt vom Kutscher ein Leumungszeugnis sowie eine Art von "Führerschein".

Christian Janatsch: "Die neue Fiaker-Verordnung ist sehr zu begrüßen, obwohl sie erst ab März in Kraft tritt. Weit wichtiger ist allerdings eine zügige Umsetzung der Pferdehaltungs-Verordnung, die Mindeststandards für die Haltung der Tiere vorschreibt."

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Tierhilfswerk Austria
Tel. 02243/229 64

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