Dirnberger: Lohnnebenkosten sind für internationalen Vergleich zweitrangig

Die für die Konkurrenzfähigkeit entscheidenden Lohnstückkosten sind seit 1994 rückläufig

Wien (OTS) "Das ständige Gejammer der Unternehmervertreter über zu hohe Lohnnebenkosten ist unseriös. Das tatsächliche Kriterium für die Konkurrenzfähigkeit einer Wirtschaft sind nämlich die Lohnstückkosten und bei diesen liegt Österreich im internationalen Vergleich hervorragend. Seit 1994 sind diese in Österreich sogar rückläufig." So reagierte heute AK-Vizepräsident Alfred Dirnberger (ÖAAB) auf ein Pressegespräch von Unternehmerfunktionären zum Thema Lohnnebenkosten.

Dirnberger verwies auf die vor kurzem präsentierte AK-Studie "Wirtschaftsstandort Österreich: Gute Bedingungen für Österreichs Wirtschaft". Demnach haben sich die Lohnstückkosten in den vergangenen Jahren ständig verbessert, wobei die erhöhten Kosten pro Arbeitsstunde (Lohnkosten und Lohnnebenkosten) durch eine überdurchschnittliche Produktivitätssteigerung mehr als ausgeglichen werden konnte. Die Lohnstückkosten sind in Österreich sogar seit 1986 stabil geblieben, seit 1994 gehen sie sogar zurück.

Unternehmern geht es nicht um Konkurrenzfähigkeit sondern um neuen Verteilungskampf

"Die Argumentation der Unternehmervertreter über zu hohe Belastungen für die Konkurrenzfähigkeit der heimischen Wirtschaft ist somit unrichtig und unseriös. Ebenso unseriös wie die schon bisher präsentierten Daten der Unternehmerorganisationen über Lohnnebenkosten, in die sogar Lohnbestandteile wie der 13. und 14. Gehalt einberechnet wurden. Das demaskiert das Gejammer der Unternehmerfunktionäre als nichts anderes als einen neuen Verteilungskampf. Es soll mehr in die Taschen der Unternehmer fließen und die Arbeitnehmer sollen weniger verdienen. Damit hat das Gejammer der Unternehmerfunktionäre über zu hohe Lohnnebenkosten zu tun, mit mangelnder Konkurrenzfähigkeit aber sicher nicht", betont Dirnberger.

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