KV-"Optionsklausel" in der Elektroindustrie stark genützt

FEEI: die Unternehmen begrüßen dieses flexible Modell der KV-Lohn- und Gehaltserhöhung - Weiterer Ausbau sehr gefragt

Wien (PWK) - Rund ein Drittel aller Beschäftigten der Elektro- und Elektronikindustrie werden von der Optionsklausel erfaßt, die bei den letzten Kollektivvertragsverhandlungen vereinbart wurde. Das ergab eine Umfrage des Fachverbandes der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) im Dezember 1997 bei den rund 300 Mitgliedsunternehmen des Verbandes. ****

Anstelle einer gleichmäßigen Anpassung der Istlöhne bzw. -gehälter um 2,1 Prozent sieht die Optionsklausel eine Erhöhung der jeweiligen Lohn- bzw. Gehaltssumme um 2,4 Prozent vor, wovon 0,5 Prozentpunkte individuell verteilt werden können. Die Erhöhung des Bezuges des einzelnen Mitarbeiters beträgt in diesem Fall mindestens 1,9 Prozent. Voraussetzung ist eine Betriebsvereinbarung, die entweder allgemein oder im einzelnen die Anspruchsberechtigten anzuführen sowie die Art und Weise der Verteilung zu bezeichnen hat.

Über 100 Firmen gaben in der Erhebung des FEEI an, daß sie dieses flexible Modell der kollektivvertraglichen Lohn- und Gehaltserhöhung sehr begrüßen. Dadurch könne den betrieblichen Bedürfnissen sowohl im Interesse der Unternehmungen als auch der MitarbeiterInnen wesentlich besser entsprochen werden, als dies bei einer gleichmäßigen Erhöhung aller Istlöhne bzw. -gehälter möglich ist.

Hauptbeweggrund für die Anwendung der Klausel war laut Angaben der Unternehmen vor allem die Möglichkeit, nach leistungsbezogenen Kriterien differenzieren zu können. Weiters konnten u.a. auch jüngere Mitarbeiter oder Frauen besser berücksichtigt bzw. gefördert werden.

Viele Firmen bezeichneten diese Option aber bloß als einen "ersten Schritt in die richtige Richtung" und äußerten den Wunsch nach einer Weiterentwicklung dieser Verteilungsoption (z.B. für Pensionsvorsorgemodelle, Aus- und Weiterbildungsprogramme oder Forschungs- und Entwicklungsprojekte).

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Dr. Heinz Raschka

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