Ukrainische Kinder werden in Wien auf Tschernobyl-Folgen untersucht

Fortsetzung einer Initiative der Kinderkrebshilfe

Wien (OTS) - Die österreichische Hilfe für Opfer der Tschernobyl-Katastrophe wird fortgesetzt. Seit vergangener Woche sind im Rahmen der Initiative "Österreich hilft Kindern aus Tschernobyl" 12 Kinder aus der nordostukrainischen Stadt Konotop
zu Gast in Wien. Sie werden auf mögliche Folgeschäden untersucht, die die Atomkatastrophe im Jahr 1986 hinterlassem hat. Die Region
um Konotop zählt zu den besonders strahlenbelasteten Regionen der Ukraine.

Im Wiener Krankenhaus Rudolfstiftung haben die kleinen
Patienten ein umfangreiches medizinisches Untersuchungsprogramm absolviert. Werden gravierende Symptome diagnostiziert, nimmt das Ärzteteam auch die operative Weiterbehandlung vor. So wird ein Bub bereits am Freitag an der Schilddrüse operiert. Nach den Untersuchungen in Wien treten die Kinder, die bis 21. Jänner in Österreich bleiben, einen Erholungsaufenthalt auf dem Semmering
an.

Möglich wurde der Wien-Aufenthalt durch die Unterstützung von Sponsoren und privaten Spendern. So haben die Austria Airlines die Flugkosten für die ukrainischen Gäste übernommen. Zur Erholung auf den Semmering wurden sie von der OMV eingeladen.

Im Rahmen der Initiative "Österreich hilft Kindern aus Tschernobyl", die vom Präsidenten der Österreichischen Kinderkrebshilfe, Dr. Martin Bartenstein, ins Leben gerufen wurde, sind in den vergangenen beiden Jahren bereits drei ähnliche Aufenthalte organisiert worden. Mit den sich derzeit in Wien aufhaltenden Patienten wurden insgesamt 47 Kinder aus der Region Konotop in österreichischen Spitälern untersucht und - wenn notwendig - operiert. Außerdem hat die Kinderkrebshilfe aus Spendengeldern ein Ultraschallgerät für das Krankenhaus von Konotop angekauft, das erste Gerät dieser Art in der Nordost-Ukraine. Die Ärzte, die nun dort Ultraschall-Untersuchungen vornehmen, wurden in Wien ausgebildet.

Die Aktion "Österreich hilft Kindern aus Tschernobyl" wird auch künftig fortgesetzt. Für die Ausstattung des Spitals von Konotop mit medizinischen Geräten und Arzneien werden noch weitere Spenden benötigt. Die Kontonummer lautet 90.900.000 bei der Österreichischen Postsparkasse.

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Telefon: 01 / 402 88 99Österreichische Kinderkrebshilfe

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