Griechenland will Wirtschaftsbeziehungen mit Österreich ausbauen

Ministerin Papandreou trifft WKÖ-Präsident Maderthaner - Österreich an griechischen Großprojekten interessiert

Wien (PWK) - Die Verstärkung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen Österreich und Griechenland war Gegenstand des heutigen Gesprächs zwischen der griechischen Ministerin für Entwicklung, Vasso Papandreou, und Wirtschaftskammerpräsident Leopold Maderthaner in Wien. Mit einem Gesamtvolumen von 4,8 Mrd. S (1996) ist der Warenaustausch zwischen den beiden EU-Mitgliedern vergleichsweise gering entwickelt. Maderthaner betonte das Interesse österreichischer Firmen an griechischen Großprojekten wie dem Neubau des Flughafens Athen sowie in den Bereichen Kraftwerksbau, Straßentunnels, Eisenbahnen und Krankenhäuser. ****

Die griechische Ministerin, deren Ressort außer Wirtschaft auch Außenhandel, Energie und Tourismus umfaßt, erklärte nicht nur das Interesse ihres Landes an einem intensiveren Warenaustausch mit Österreich, sondern auch an vermehrten Investitionen in beiden Richtungen.

Ausführlich erörtert wurden die Möglichkeiten von österreichisch-griechischen Kooperationen auf Drittmärkten. Dabei sollte einerseits das österreichische Know-How in den mittel- und osteuropäischen Ländern genützt werden andererseits die griechischen Erfahrungen im Balkanraum (vor allem in Rumänien, Bulgarien und Fyrom).

Die österreichischen Lieferungen nach Griechenland (1996: 2,9 Mrd. S) sind breit gefächert. Stärkste Warengruppen sind Maschinen und Fahrzeuge, Papier, chemische Erzeugnisse, Holz und Bekleidung. In den ersten drei Quartalen 1997 nahmen die Lieferungen um sechs Prozent zu.

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