Asea Brown Boveri AG : Zukunftsprojekt "Käfertal 2000" Deutsche ABB will Dampfkraftwerk-Geschäft an einem Standort in Deutschland konzentrieren

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Asea Brown Boveri AG,
Mannheim, richtet Kapazitäten auf neue Marktbedürfnisse aus -Internationaler Ausbau des Service Geschäfts geplant

Asea Brown Boveri AG, Mannheim, will ihr Dampfkraftwerk-Geschäft in Deutschland auf nur einen Fertigungsstandort konzentrieren. Die Produktion in Berlin soll geschlossen, der Standort Mannheim Käfertal mit Investitionen weiter gestärkt werden. Darüber hinaus ist geplant, das Service-Geschäft im Dampfkraftwerksbereich international auszubauen. Mit der Neuordnung der Aktivitäten soll der Bereich Stromerzeugung in Mannheim und in Berlin gleichzeitig seine Kapazitäten auf die neuen weltweiten Marktbedürfnisse ausrichten.

Damit werden angesichts der derzeitigen Marktsituation am Standort Mannheim rund 550 und in Berlin rund 315 Arbeitsplätze entfallen. In diesen Zahlen enthalten sind 200 Mitarbeiter in Mannheim, die mit ihren Tätigkeiten ausgegliedert werden. In Berlin erhalten 85 der 315 Mitarbeiter ein Übernahmeangebot nach Mannheim. Für Spezialaufgaben werden in den Ingenieurbereichen aber auch gezielt Neueinstellungen vorgenommen. Ziel des Zukunftsprojektes "Käfertal 2000" ist es, angesichts internationaler Überkapazitäten im Stromerzeugungsmarkt, einem dramatischen Preisverfall in den vergangenen Jahren und der Instabilität in den Märkten die Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität zu sichern.

Das Konzept steht im wesentlichen auf zwei Säulen: Die jährlichen Kosten werden in dreistelliger Millionenhöhe gesenkt, unter anderem durch Reduzierung der Fertigungskapazitäten, durch Ausgliederung von Betriebsdienstleistungen und Verkauf oder Verpachtung von nicht mehr benötigten Betriebsflächen. Die zweite Säule zur Stärkung der Zukunftsfähigkeit sieht Investitionen in eine moderne Infrastruktur am ABB Standort Mannheim-Käfertal vor, die effiziente Planungs- und Fertigungsabläufe und damit optimale Kostenstrukturen ermöglicht. Mit den Investitionen sollen wichtige internationale Wachstumschancen im Kraftwerksgeschäft gesichert werden. Nach Umsetzung des Konzeptes sollen im internationalen Dampfkraftwerk-Geschäft in Mannheim rund 2.000 Mitarbeiter an einem der weltweit modernsten Produktionsstandorte beschäftigt werden. Am Standort Mannheim sollen künftig in einer eigenständigen ABB Gesellschaft auch alle Kraftwerks Serviceaktivitäten zusammengefaßt werden.

Wegen des steigenden Anteils von Großprojekten in den vergangenen Jahren ist eine Bündelung aller Aktivitäten an einem Standort in Deutschland notwendig. Für Berlin-Pankow sieht das Projekt deshalb eine Umwandlung der ABB Kraftwerke Berlin GmbH, in der derzeit 415 Beschäftigte arbeiten, in eine Betriebsstätte der neu strukturierten ABB KraftwerksServicegesellschaft vor. Von Anfang 1999 an sollen rund 165 Mitarbeiter für den Service- und Vertriebsbereich tätig sein, davon 80 in Berlin. Weiteren 85 Berliner Mitarbeitern kann ein Arbeitsplatz in Mannheim angeboten werden. Die Produktion soll bis Ende 1998 geschlossen werden. Insgesamt müssen bei der ABB Kraftwerke Berlin GmbH etwa 230 Arbeitsplätze abgebaut werden. ABB will sicherstellen, daß die derzeit 200 Berlin Auszubildenden ihre Ausbildung abschließen können. Nach einem Fortführungskonzept wird gesucht. Die Neustrukturierung in Berlin ist notwendig wegen des stark rückläufigen Inlandsmarktes, insbesondere in Ostdeutschland.

Im Stromerzeugungsbereich beschäftigte die deutsche ABB inklusive Auszubildenden Ende September 1997 rund 6.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter; davon arbeiteten bei ABB Kraftwerke AG, Mannheim, rund 2.500 Beschäftigte. Die deutsche ABB beschäftigte Ende September in den Bereichen Stromerzeugung, Stromübertragung und -verteilung, Gebäudeausrüstung und Industrie rund 26.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 8,6 Milliarden Mark Umsatz in 1996.

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