Magna übernimmt Steyr-Daimler-Puch-Anteile von Creditanstalt

Aurora (Ontario) (OTS/EURONET) - Der weltweit zu den
bedeutendsten Autozulieferern gehörende kanadische Konzern Magna international Inc. hat sich, wie die Firma am 9.Januar mitteilte, mit der österreichischen Creditanstalt ag grundsätzlich dahingehend verständigt, deren 66,8prozentiges Mehrheitspaket an der Steyr-Daimler-Puch ag (''sdp'') und ihren 50prozentigen Anteil an der Steyr-Daimler-Puch Fahrzeugtechnik AG und Co. kg (''sft'') voll zu übernehmen. Die restlichen 50 Prozent an SFT liegen bei der SDP. Die geplante Übernahme bedarf noch der Zustimmung der Aufsichtsbehörden und Aufsichtsräte und weiterer Genehmigungen.++++

SDP montiert Komplettfahrzeuge, darunter die Allradfahrzeuge der g-Klasse und e-Klasse von Mercedes-Benz AG. Ab 1999 wird SDP auch die Fertigmontage des Jeep Cherokee von Chrysler übernehmen. Der österreichische Konzern geniesst ausserdem international hohes Ansehen für seine Konstruktionstechnik. Er stellt für europäische Autofabriken viele Teile und Montageelemente her, darunter Getriebe für Allradantrieb. Für das Kalenderjahr 1997 erwartet die in Steyr ansässige Firma einen Umsatz von umgerechnet 1,5 Milliarden kan.Dollar, der mit rund 6.000 Arbeitnehmern erzielt wurde.

Die Übernahme dieser Beteiligungen ermöglicht es Magna, ihre Kapazität zur Lieferung technologisch höchstentwickelter integrierter Systeme für den Automobilbau erheblich auszuweiten. Eine grosse Bandbreite von Dienstleistungen und Produkten von Entwurf und Entwicklung integrierter KFZ-Systeme bis zur Herstellung von Fahrzeug-Prototypen kann zur Verfügung gestellt werden. Überdies wird das künftige Wachstum von SDP im weltweiten Automobilmarkt zielstrebig genutzt und gefördert werden können.

Mr. Don Walker, President und Ceo von Magna, sagte: ''Wir hatten schon die Bildung der Symatic Group mit dem Geschäftsziel gemeldet, grosse Module und komplette Kfz-Ingenieurtechnik anzubieten. Der jetzige Einstieg erweitert unsere Sachkunde in diesen Bereichen erheblich und gibt Magna unter den grossen Autozulieferern der Erde einzigartige Möglichkeiten''.

Zugleich teilte Magna mit, vertraglich die volle Übernahme der Paulisch Gmbh (''Paulisch'') vereinbart zu haben. Auch hier sind aufsichtsbehördliche und andere Genehmigungen Voraussetzung. Paulisch betreibt in Deutschland vier und in Tschechien eine Fabrik und entwirft, konstruiert und produziert komplette Kfz-Sitze, Sitzrahmen und weitere Bauelemente für Sitze. Kunden sind die europäischen Autohersteller. Für 1997 ist ein Umsatz von umgerechnet rund 85 Millionen kan.Dollar vorgesehen. Hauptkunden sind die Mercedes-Benz AG und Volkswagen AG. Magna hatte vor kurzem schon die Firmen Marley, Georg Naher, Tricom und Ymos Plastics erworben. Diese und die jetzige Übernahme erweitern die Kapazität von Magna im Lieferbereich komplette Sitzsysteme in Europa erheblich.

Magna ist weltweit einer der bedeutendsten und am weitesten diversifizierten Autozulieferer. Der Konzern entwirft, entwickelt und produziert Kfz-Systeme, Montagen und Bauelemente und beliefert Hersteller von Pkw und leichten Lkw und Nutzfahrzeugen in Nordamerika, Mexiko und Europa. Zur Produktpalette gehören Aussenverzierungen, Erzeugnisse für den Innenausbau wie Sitzsysteme, Türen- und andere Auskleidungen, Systeme zur Geräuschdämpfung, Schweiss- und Pressteile aus Metall und Vormontagen, Sonnendächer, elektro-mechanische Anlagen und Vormontagen, diverse Elemente für Motor, Getriebe, Betankung und Kühlung sowie eine Vielzahl von Teilen aus Kunststoff, darunter Karosserieverblendungen und Kühlergrills.

Magna beschäftigt in 134 Fabriken und 27 Entwicklungs- und Techniklabors in elf Ländern mehr als 39.000 Mitarbeiter. (schluss)

rückfragen bitte an Graham Orr, Executive Vice-president, Coporate Development, Magna International Inc., Telefon Aurora (ontario) +1 (905) 726-7099.

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