Muzik: Weitere Verhöhnung der Unterzeichner des Gentechnik- Volksbegehrens

In der VP weiß die eine Hand nicht, was die andere tut

Korrektur zu OTS_19980109_OTS0119

St. Pölten, (SPI) - "An Peinlichkeit nicht mehr zu übertreffen ist die offensichtliche Wahlkampfprofilierung der NÖ VP in Sachen Genmaisfreisetzung. Denn während der Landeshauptmann blauäugig Versicherungen von sich gibt, arbeiten die VP-Abgeordneten der industriellen Landwirtschaft und der Gentechniklobby in die Hände. Beispielsweise haben die österreichischen EU-Abgeordneten vor wenigen Monaten in der Abstimmung über die Biopatentrichtlinie im EU-Parlament für das Patent auf Leben gestimmt. Hundertausende Unterzeichner des Gentechnik-Volksbegehrens wurden von den VP-Abgeordneten brüskiert, die sich damit zum Werkzeug der Gen-Industrie machen ließen", stellt der Weinviertler SP-Labg. Hans Muzik heute in einer Stellungnahme fest.****

"Weiters sei es bezeichnend, daß die VP-Abgeordneten ihre Zustimmung zum Bericht der Ethikkommission des Vorjahres
betreffend der zu erwartenden Konflikten zwischen Gentechnologie
und Ethik verweigert haben. Daß sich die VP-Europaparlamentarier auch nicht gegen ein Verbot des Klonens von Tieren ausgesprochen haben, darf hier nur als die Spitze des Eisberges einer an Doppelzüngigkeit nicht mehr zu überbietenden Politik der Volkspartei angesehen werden. Wenn es jetzt in Österreich hart auf hart kommt mit der Entscheidung über Ablehnung oder Genehmigung
der Freisetzung genmanipulierter Pflanzen, dann haben uns die VP-Politiker auf Europaebene mit ihrem Stimmverhalten jedenfalls
keinen guten Dienst erwiesen", schloß Muzik.
(Schluß) fa

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