Sivec: Hat VP-Niederösterreich Weg für genmanipulierte Pflanzen geebnet?

Eintreten der VP für industrielle Landwirtschaft ist schweres Erbe

St. Pölten, (SPI) - "Noch vor wenigen Monaten - und zwar bei der 52. Landtagssitzung am 24 Juni 1997 - wurden die NÖ Sozialdemokraten hart für ihr entschiedenes Eintreten gegen die Freisetzung von genmanipulierten Pflanzen kritisiert - und zwar
von Seiten der niederösterreichischen Volkspartei, welche der SPÖ in diesem Zusammenhang "Industriefeindlichkeit" vorwarf. Im Laufe der Diskussion um die Freisetzung von genmanipulierten Kartoffeln
im Waldviertel sprach sich VP-Labg. Hofbauer dezidiert dagegen
aus, den Betrieben eine Empfehlung für eine ausschließliche Produktion biologischer Produkte zu geben", kritisiert der Weinviertler SP-Labg. Herbert Sivec die undifferenzierte Haltung
der Landes-VP zu gentechnisch manipulierten Pflanzen. "Über den Anbau von genveränderten Pflanzen wird die Frau
Gesundheitsminister Prammer nach Anhörung entscheiden. Ich kann
mit an dieser Stelle nicht das Fachwissen und die Kompetenz anmaßen. Diese Möglichkeit hat die Frau Gesundheitsminister, die hat Fachkompetenz. Die Frau Gesundheitsminister kann diese Entscheidung treffen", so Hofbauer in seiner Wortmeldung.****

Auf die Frage von KO Dr. Hannes Bauer, ob die VP nun gegen oder
für die Freisetzung genmanipulierter Pflanzen im Waldviertel ist, antwortet Redner Hofbauer: "Herr Klubobmann! Sie können nicht hier herinnen den Betrieben draußen eine Empfehlung geben, sich ausschließlich auf biologische Produkte zu konzentrieren, wenn es derzeit noch nicht die Möglichkeit gibt, den Absatz in diese Richtung zu bringen. Was ich nicht haben will an dieser Stelle,
daß es weiterhin so eine Industriefeindlichkeit gibt in manchen Teilen unseres Landes." "Die Sozialdemokraten haben sich
jedenfalls von vornherein dezidiert gegen den Anbau
genmanipulierter Pflanzen ausgesprochen. Mit ihren klar
erkennbaren positiven Signalen hat die niederösterreichische Volkspartei offenbar die Industrie ermutigt, eine Freisetzung doch zu betreiben. Für Niederösterreich kann sich diese undifferenzierte Haltung jedenfalls noch als Bumerang erweisen -denn die offenbar wahlkampfmotivierten Bekenntnisse der VP werden durch die VP-Landwirtschaftspolitiker ganz klar als faschingsbedingte Gaukelei enttarnt", schloß Sivec.
(Schluß) fa

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