Österreich-Ungarn: Wirtschaftsbeziehungen florieren

Exporte stiegen um 50 Prozent - Österreichs Investoren nützen ungarischen Wirtschaftsaufschung

Wien (PWK) - Der österreichisch-ungarische Außenhandel entwickelt sich sehr positiv, meldet Handelsdelegierter Peter Rejtö aus Budapest. In den ersten drei Quartalen 1997 stieg das bilaterale Handelsvolumen um rund 40 Prozent auf 42,5 Mrd. S an und erreichte damit beinahe schon den Gesamtwert des Jahres 1996 von 44 Mrd. S. Besonders dynamisch entwickelten sich die österreichischen Exporte:
sie legten um 50 Prozent auf 25 Mrd. S zu, während die Importe aus Ungarn um 31 Prozent auf 17,5 Mrd. S anstiegen. Die kräftigsten Exportzunahmen wurden bei Maschinen und Fahrzeugen, Möbeln, Bekleidung, Meß- und Prüfgeräten verzeichnet. ****

Für Ungarn ist Österreich weltweit der zweitwichtigste Handelspartner, betont Rejtö. Nur Deutschland erzielt größere Außenhandelsumsätze. Etwa 10,5 Prozent aller ungarischen Importe stammen derzeit aus Österreich. Ungarn ist damit nach wie vor das Land, in dem die heimische Wirtschaft den höchsten Marktanteil verzeichnet. "Auch wenn der große Marktvorsprung, den Österreich unmittelbar nach der Ostöffung erzielt hatte, angesichts der rasant zunehmenden internationalen Konkurrenz nicht gehalten werden konnte" (Rejtö).

Einen Spitzenplatz nimmt Österreich auch bei den Investitionen in Ungarn ein. Die etwa 5.600 österreichischen Niederlassungen (Joint Ventures und 100-prozentige Tochtergesellschaften) stellen nahezu 20 Prozent der Gesamtzahl der Auslandsunternehmungen und -beteiligungen dar.

Der Wirtschaftsaufschwung und die intensive Vorbereitung auf den EU-Beitritt schaffen in Ungarn ein optimales Investitionsklima, das von östereichischen Investoren gut genützt wird, erklärt Rejtö. Im ersten Halbjahr 1997 flossen rund 700 Mio S (etwa ein Viertel aller österreichischen Osteuropa-Investitionen) nach Ungarn. Der Stand der österreichischen Direktinvestitionen hat sich damit auf rund 23 Mrd. S erhöht.

Ungarn wird in Zukunft ein immer wichtigerer Wirtschaftspartner werden, ist Rejtö überzeugt. Wobei nicht nur die zu erwartende EU-Mitgliedschaft eine ausschlaggebende Rolle spielen wird, sondern auch bedeutende Investitionen von internationalen Unternehmen, vor allem Automobilerzeugern. "Ungarn wird für Kfz-Zulieferer aber auch für den Elektronikbereich ein zunehmend interessanter Markt" (Rejtö).

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Dr. Sepp Dabringer

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