AK Vergleich Fest- oder Mobilnetz: Anrufverhalten genau überprüfen

AK Tarifvergleich: Von Handy zu Handy ist es tagsüber am billigsten

Wien (OTS) - Konsumenten sollen das Tarifmodell der Post genau
mit den Handytarifen vergleichen. Ob der Konsument mit dem
Festnetz oder dem Handy besser wegkommt, hängt hauptsächlich von Tageszeit und Zonenentfernung ab. Das zeigt ein aktueller Tarifvergleich der Wiener AK Konsumentenschützer. Bei den Wertkarten raten die AK Konsumentenschützer zur Vorsicht, denn ein Umstieg auf einen Vertrag kann teuer zu stehen kommen. ****

Situation prüfen - dann wählen
Im AK Vergleich wurde anhand von vier Beispielen berechnet, ob ein Handy- oder ein Festnetzanschluß günstiger ist, wenn zwischen Wien und dem Wochenendhaus am Semmering, dem Schrebergarten innerhalb
der Ortszone, der Familie in Tirol und der Familie im burgenländischen Oberpullendorf telefoniert wird. Die Ergebnisse zeigen, daß die Wertkarte immer die günstigste Variante ist, wenn der Konsument in erster Linie erreichbar sein will.
Ein Handy zahlt sich dann aus, wenn Personen mit einem Handy im gleichen Funknetz angerufen werden. Der günstige Handy zu Handy Tarif gilt auch zur Hauptzeit, wo das Festnetzgespräch empfindlich teuer ist.
Wird in die Fernzone 1 zwischen 6 und 20 Uhr vom Handy in das Festnetz telefoniert, ist neben der Wertkarte - jedoch abhängig
von der Gesprächsdauer pro Monat - das Festnetz am sparsamsten.

Die AK Konsumentenschützer raten: Konsumenten sollen das Tarifmodell der Post genau mit den Handytarifen vergleichen. Es kommt hauptsächlich auf die Tageszeit und die Zonenentfernung an, ob der Konsument mit dem Festnetz oder dem Handy besser wegkommt.

Telefonieren von Handy zu Handy tagsüber am günstigsten Konsumenten sollten sich jedenfalls für ein Handy entscheiden,
wenn ein Großteil der Gespräche von Handy zu Handy abgewickelt wird: Denn Callings von Handy zu Handy sind bei Max.mobil mit
einem Schilling pro Minute und bei A1-Friends mit 90 Groschen pro Minute (für drei Wahlrufnummern) zur Haupttageszeit immer billiger als Festnetzgespräche. Nicht länger als eine Minute dauernde Gespräche sind von Handy zu Handy bei Max.mobil und A1-Friends zu jeder Tages- und Nachtzeit günstiger als Festnetztelefonate, weil die Taktfrequenz bei Mobilnetzen nur 30 Sekunden dauert, hingegen bei der Telekom unterschiedlich lang ist. Daher sind Kurzgespräche bis zu 30 Sekunden von Handy zu Handy um rund die Hälfte billiger als Gespräche im Festnetz, so der AK Vergleich.

Die AK Konsumentenschützer empfehlen bei der Berechnung von Zonenkilometern achtsam zu sein. Die Zonenkilometer der Post entsprechen nämlich nicht den wirklichen Entferungen zwischen Telefonteilnehmern in Luftkilometern. Die Post berechnet Entfernungen zwischen den jeweils zugewiesenen Vermittlungswahlämtern. Daher schlagen die AK Konsumentenschützer vor, die richtige Zonenzuweisung bei der Telefonauskunft zu
erfragen oder mittels Internet festzustellen. Die Adresse lautet:
http:/www.pta.at/interaktiv/.

Handymen: "Für immer erreichbar"
Leitet ein Handybesitzer seine Handynummer zur Festnetznummer um,
so bezahlt er indirekt eine passive Gebühr. Denn eine Rufumleitung zählt wie ein eigener Anruf zu dem umgeleiteten Anschluß, so der AK Vergleich.

Wenn das Handy zweimal klingelt, schaltet sich die Mailbox ein.
Die Einrichtung ist zwar kostenlos, jedoch nicht die Abfrage. Bei
A1 kostet die Abfrage zwischen 1,95 und 6,50 Schilling pro Minute, bei Max.mobil von 1,90 bis 3,96 Schilling pro Minute. Der Tip der
AK Konsumentenschützer: Mobilboxen sollten - wenn möglich -außerhalb der Spitzenzeiten abgerufen werden. Mobilboxabfragen von Wertkartenhandys sind besonders teuer. Die Abfrage kann bis zu
9,80 Schilling pro Minute kosten.

Wertkarten sind nur zu empfehlen, wenn der Handybesitzer wenig
aktiv telefonieren, sondern erreichbar sein will. Die B-Free-Card der Telekom kostet 990 und die klax.max-Wertkarte 790 Schilling,
das Guthaben beträgt nur 500 Schilling. Der Kniff dabei ist, daß die klax.max-Karte alle sechs Monate und die B-Free-Card alle 12 Monate mit zumindest 500 Schilling aufgeladen werden muß.
Ansonsten wird die Telefonnummer gesperrt, und das noch
verbleibende Restguthaben ist ebensfalls weg. Außerdem gelten für Wertkartenhandys nicht die günstigen Handy zu Handy Tarife. "Konsumenten sollen sich auch bei einem Umstieg von der Wertkarte auf ein Vertragsverhältnis bzw von einem Vertragsverhältnis auf die Wertkarte genau erkundigen. Denn die unterschiedlichen Regelungen führen auch zu verschieden hohen Kosten," warnen die AK Konsumentenschützer. Wer eine Wertkarte besitzt, soll sich also
oft anrufen lassen, selbst anrufen kommt teuer.

Bevor sich die Frage Fest- oder Mobilnetz für Konsumenten stellt, sollten sie überprüfen, ob sich der Standort überhaupt im Empfangsbereich der jeweiligen Handynetze befindet. Um festzustellen, wie es um die Empfangsqualität bestellt ist, kann sich der künftige Handybesitzer bei einem örtlichen Händler ein Handy mit der dazugehörigen SIM-Karte ausborgen und sich von jemanden zu einem vereinbarten Zeitpunkt am Standort anrufen
lassen. Wenn das nicht möglich ist, soll ein Nachbar, der ein
Handy besitzt, über seine Erfahrungen berichten. Das sind einige Tips der Wiener AK Konsumentenschützer, die die Tarife von Fest-und Mobilnetzen verglichen haben. Im Vergleich wurde ferner anhand von vier exemplarischen Beispielen berechnet, in welcher Situation ein Mobilfunk- oder ein Festnetzanschluß vorteilhafter ist.

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