Rußlandhandel erholt sich

HD Richter: Marktwirtschaft in Rußland beginnt zu greifen - Auslandsinvestitionen nehmen rasch zu

Wien (PWK) - Der österreichisch-russische Außenhandel, der in den letzten Jahren rückläufig war, zeigt erstmals wieder deutliche Anzeichen von Belebung, freut sich Handelsdelegierter Günter Richter (Moskau). Österreichs Exporte nach Rußland sind in den ersten drei Quartalen 1997 um 17,3 Prozent auf 6,7 Mrd. S angestiegen, die Importe nahmen um 10,6 Prozent auf 10,3 Mrd. S zu. Exportzuwäche waren vor allem bei Nahrungsmitteln (Fleisch, Gemüse, Obst, pflanzliche Öle und Fette), ****

chemischen Produkten, Papier, Rohren für die Erdölindustrie, Maschinen und Bekleidung festzustellen.

Ausschlaggebend für die Entwicklung des Rußlandgeschäftes sei die gesicherte Zahlungsbasis, erklärt Richter. Die Unterstützung durch die Österreichische Kontrollbank sei in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung. Darüber hinaus wirken sich aber auch der zunehmende Übergang zur Marktwirtschaft in Rußland sowie die politische und wirtschaftliche Stabilität positiv aus. Immer mehr Firmen (insbesondere auch Joint Ventures) bieten sich als verläßliche und kaufkräftige Partner für Auslandsgeschäfte an.

Der russische Markt wird von Auslandsinvestoren stark umworben, so Richter. Im ersten Halbjahr 1997 habe das Gesamtvolumen der Auslandsinvestitionen 7,7 Mrd. US-Dollar erreicht.

Österreichische Unternehmen waren Ende 1996 an insgesamt 460 Joint-Ventures in Rußland beteiligt. In letzter Zeit engagieren sich auch immer mehr österreichische KMU auf dem russischen Markt, bemerkt Richter. Trotz der starken internationalen Konkurrenz sei Österreich in einigen Bereichen überproportional vertreten, wie zum Beispiel bei KFZ-Zulieferungen, Hotelbauten, Holzprodukten, Konsumgütern, im Transport- und im Bankenwesen.

Im Gesamtjahr 1996 lagen die österreichischen Exporte nach Rußland bei knapp 8 Mrd. S, die Importe aus Rußland betrugen 11,2 Mrd. S. Österreichs Hauptexportgüter sind Rohre, pharmazeutische Produkte, Meß- und Prüfgeräte, Papier und Pappe, Maschinen. Bei den Importen stehen Erdgas und Erdöl an der Spitze.

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Dr. Bruno Breinschmid

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