US-Konjunktur beflügelt Österreichs Exporte

WKÖ setzt USA-Schwerpunkt im Rahmen der Exportoffensive - Enge Wirtschaftsverflechtung EU-USA

Wien (PWK) - Eine Zunahme von 30,6 Prozent auf 18 Mrd. S verzeichneten die österreichischen Exporte in die USA in den ersten drei Quartalen 1997 gegenüber der Vergleichsperiode 1996. "Diese erfreuliche Entwicklung ist vor allem auf die gute Konjunktur der US-Wirtschaft zurückzuführen", erklärt der Nordamerika-Referent der Wirtschaftskammer Österreich, Karl Schmidt. Der Anstieg des Dollarkurses sei nur in zweiter Linie ausschlaggebend. In den USA herrsche derzeit ein allgemeiner Importsog, den die österreichischen Exporteure gut zu nützen verstehen. ****

Besonders gute Chancen bieten sich, Schmidt zufolge, für Industriezulieferungen, Automkomponenten, Umwelttechnik sowie für hochwertige Konsumgüter (Lebensmittel, Sport- und Freizeitgeräte, Geschenkartikel). Im Aufwärtstrend befinden sich auch Österreichs Importe aus den USA, die in den ersten drei Quartalen 1997 um 29,9 Prozent auf 30 Mrd. S angewachsen sind.

Die USA haben einen wichtigen Stellenwert für die österreichische Wirtschaft, betont Schmidt. In der Weltrangliste der österreichischen Handelspartner stehen sie auf Platz sieben. Als Überseemarkt sind sie mit Abstand Nummer eins (weit vor Japan, Kanada und China). 1996 betrug das gesamte Handelsvolumen zwischen Österreich und den USA 51,3 Mrd. S (davon 19,5 Mrd. S Exporte und 31,8 Mrd. S Importe).

Gegenwärtig ist die österreichische Wirtschaft mit rund 400 Niederlassungen (davon etwa 60 Produktionsstätten) in den USA engagiert.

Die WKÖ will die anhaltende Wirtschaftsdynamik in den USA mit einem dichten Aktionsprogramm für die heimischen Exporteure verstärkt nützen, erläutert Schmidt. Für 1998 sind unter anderem über zehn Gruppenbeteiligungen auf US-Fachmessen sowie vier Studienreisen (Themen: Hochtechnologie, Management, Venture Capital) in die USA vorgesehen. Mitte Jänner wird ein transatlantisches Video-Conferencing Premiere haben: über die Außenhandelsstelle New York werden österreichische und US-Geschäftsleute direkt miteinander konferieren können.

Für ein Engagement auf dem US-Markt spricht nicht nur die Tatsache, daß dieser der größte Verbrauchermarkt der Welt ist, sondern vor allem der direkte Zugang zu den neuesten Technologien, führt Schmidt ins Treffen. "Dadurch können sich beachtliche Know-How-Vorteile gegenüber Mitbewerbern in Österreich und in Drittländern ergeben".

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Dr. Karl Schmidt

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