Cerwenka: Förderung von Teilschutz-Belüftungsanlagen in Sicherheitsräumen

Resolution der SPÖ zur Erweiterung der NÖ Wohnungsförderungsverordnung

St. Pölten, (SPI) - "Das ursprüngliche Schutzraumkonzept ist
über 30 Jahre alt und diente dazu, die Bevölkerung vor Auswirkungen von Kriegshandlungen, in deren Verlauf auch
Kernwaffen zum Einsatz kommen, zu schützen. Die politischen Änderungen in Osteuropa haben dieses Konzept überholt und ließen die Gefahr einer europaweiten militärischen Auseinandersetzung
in den Hintergrund treten. Infolge dieser politischen
Umwälzungen setzte auch ein Wandel des Bedrohungsbildes ein. Es
hat sich bisher gezeigt, daß allerdings insgesamt nur wenige Schutzräume gebaut wurden und von den vorhandenen nur ein
geringer Teil betriebsbereit ist", stellt SP-Labg. Helmut
Cerwenka fest.****

Aus dieser Erfahrung heraus wurde durch das Bundesministerium
für wirtschaftliche Angelegenheiten 1996 ein Konzept entwickelt, welches für weite Teile der Bevölkerung, aber auch für Behörden und Einsatzleitstellen, trotz minimalem Aufwand einen
ausreichenden Schutz bei radioaktivem Niederschlag möglich
macht. Mit dieser "Technischen Richtlinie für Teilschutz-Belüftungsanlagen" wurden klare Vorgaben betreffend Sicherheitsräume gemacht. Der wesentliche Vorteil besteht darin, daß im Gegensatz zum Schutzraum der Sicherheitsraum auch in alte Gebäuden ohne besonderen Aufwand nachträglich eingebaut werden kann und dadurch die Kosten erheblich minimiert werden. Die Teilschutz-Belüftungsanlage ist ein wesentlicher Bestandteil
dieses Raumes, welche in der technischen Richtlinie aus dem
Jahre 1996 des Bundesministeriums für wirtschaftliche Angelegenheiten geregelt ist. Diese Filteranlage mit Gebläse besteht aus den Funktionskomponenten Schwebstoffilter und Aktivkohlefilter.

"Die Kosten für Teilschutz-Belüftungsanlagen liegen bei einer kleinen Anlage (60 m³/Stunde) unter S 30.000,-- und bei einer großen Anlage (300 m³/Stunde) unter S 60.000,--. Dies ist im Vergleich zu einem herkömmlichen Schutzraum ein geradezu verschwindender Aufwand und ist darüber hinaus der Aufenthalt in einem Sicherheitsraum wesentlich angenehmer und zweckmäßiger als in einem betonierten und beengten Schutzraum. Die NÖ Landesregierung möge prüfen, ob analog zur Förderung eines Schutzraumes auch der Einbau eines Sicherheitsraumes mit Teilschutz-Belüftungsanlage in die NÖ Wohnungsförderungsverordnung aufgenommen bzw. gefördert werden kann. Dies wäre nicht nur ein Schritt in Erhöhung der zivilen Sicherheit der Bevölkerung, sondern auch eine längst notwendige landesspezifische Ergänzung zu den entsprechenden Bundesregelungen", schloß Cerwenka.
(Schluß) fa

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