ARA: Österreicher sind Trennkönige beim Verpackungssammeln

Laut Umfrage von ARA und Abfallberatern trennen fast 90 % der Österreicher so genau wie möglich

Wien (OTS) - Wie eine vor kurzem abgeschlossene Umfrage 1) der
ARA Altstoff Recycling Austria AG und der österreichischen Abfallberater egab, ist den Österreichern die getrennte Sammlung von Verpackungen ein enormes Anliegen: 28 % der Befragten sagen von sich "sehr genau und penibel zu trennen". Weitere 61 % geben an, "sich zu bemühen, so genau wie möglich zu trennen". Nur 11 % "nehmen es nicht so genau", meinen dafür "keine Zeit zu haben" oder "es schlichtweg für sinnlos zu halten".

Besonders intensiv werden von den Befragten Papier und Glas getrennt gesammelt (zu 97 % bzw. 96 %). Aber auch Kunststoff- und Metallverpackungen erreichen verhältnismäßig hohe Trennraten mit 88 % bzw. 85 %.

Zuständig für die Verpackungssammlung - und damit die Mühe - ist in zwei Drittel der Haushalte die Frau. Vor allem in Wien sind es aber auch überdurchschnittlich viele Kinder, die die Initiative übernehmen.

Unterschiedliche Trenntypen - Kinder sind vielfach Haupt-Initiatoren

Bei noch genauerer Betrachtung der Ergebnisse zeichnen sich außerdem verschiedene "Trenn-Typen" ab. Das heißt, die Umfrage gibt Hinweise darauf, welche Bevölkerunsgruppen die gewissenhaften Sammler stelllen und welche die Umweltmuffel in ihren Reihen haben:

Ein markanter Trend wies den alleinstehenden, älteren Herren - der vielleicht in seinem früheren Berufsleben Techniker war und schon von seiner Wesensart sehr genau ist - als äußerst gründlichen Sammler aus. Wobei bei diesem "Trenn-Typen" weniger das Umweltbewußtsein im Vordergrund stehen dürfte als vielmehr seine Grundhaltung Vorschriften zu befolgen.

Die zweite große Gruppe, die sich bei der Umfrage deutlich herauskristallisierte, sind Familien mit zwei Kindern, vorzugsweise in kleineren Orten lebend. Die Familien "bemühen sich", nach eigener Aussage, "so genau wie möglich zu trennen". Ausschlaggebend für das umweltbewußte Entsorgen der Verpackungen sind bei dieser Gruppe vor allem die Kinder, die ihre Eltern animieren bzw. zum Teil selbst die Arbeit übernehmen.

Gegenpart zu den beiden engagierten "Trenn-Typen" ist der Single in der Großstadt, der's "nicht so genau nimmt".

Ein weiteres Ergebnis der Umfrage ist der starke Wunsch der Bevölkerung nach Information über die Verwertung der gesammelten Packstoffe. Während ein Drittel der Bevölkerung mit der getrennten Sammlung überhaupt keine Probleme hat, antworten von den restlichen 66 % auf die Frage, was denn an der getrennten Sammlung am meisten störe, etwa 40 %, daß man zuwenig wisse, was danach mit den gesammelten Verpackungen geschieht.

Damit sind auch die Schwerpunkte der zukünftigen Informations- und Motivationsprojekte der Abfallberater und der ARA festgelegt. Die offensichtlich erfolgreiche Aufklärungsarbeit in den Schulen wird fortgesetzt. Darüberhinaus gilt es neue Aktionen zu entwickeln, um einerseits die bisherigen "Trenn-Muffel" zu überzeugen und andererseits das Informationsbedürfnis der Konsumenten in puncto Verwertung zu befriedigen. ARA-Vorstand Dkfm. Christian Stiglitz:
"Ich möchte mich an dieser Stelle bei der österreichischen Bevölkerung für die bisherige Unterstützung bedanken. Nur dadurch war es möglich, seit Bestehen des ARA Systems rund 1,4 Mio. Tonnen Verpackungsmaterial aus dem Haushaltsbereich einer umweltgerechten Verwertung zuzuführen."

1) Schriftliche Befragung, ausgearbeitet und koordiniert vom Österreichischen Gallup-Institut; Sample: 638 Haushalte

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Mag. Susanne Wiesinger
ARA/Kommunikation
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