Schnee und Eis: Hochsaison für Arm- und Beinbruch

Wien (OTS) - Kommt man in jungen Jahren bei einem Sturz mit ein
paar blauen Flecken meist noch relativ glimpflich davon, nehmen die Knochenbrüche nach dem 30. Lebensjahr kontinuierlich zu. Ab 60 wird es besonders gefährlich: Dann schnellen sie sogar um mehr als 100 Prozent hinauf. Die Rutschgefahr bei Schnee und Eis sollte also nicht unterschätzt werden. Die Sicherheitsexperten der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) geben folgende Tips:

* Glatteis lauert oft dort, wo man es nicht sieht.
Unter einer dünnen Pulverschneedecke kann es plötzlich sehr rutschig sein. Also besondere Achtsamkeit bei frisch gefallenem Schnee.

* Eis und Schnee entfernen oder zumindest aufrauhen.
Alles, was den Gehweg griffiger macht, trägt zur Sicherheit bei. Schnee wegkehren, Eis aufhacken, streuen (Sand, Split, Salz oder Salzersatz) so früh wie möglich und nicht erst, wenn schon eine dicke vereiste Schneedecke liegt.

* Schuhe mit Profilsohle wählen.
Geriffelte, rauhe oder profilierte Sohlen geben besseren Halt bei lockerem oder gepreßtem Schnee. (Hervorragend z.B. Sportschuhe mit Plastikdornen). Neuerdings gibt es auch kleine Kettchen, die man als Rutschhemmer an die Sohle schnallen kann.

* Achtung bei Arbeiten im Freien.
Rutschige Leitersprossen von Eis und Schnee befreien und trocken wischen. Gerüstbeläge wenden. Auch der Sprung aus dem Führerhaus eines Lkws ist riskant, wenn man den Untergrund nicht kennt
und kann zu schweren Verletzungen führen.

* Autofahrer Achtung!
Von Tiefgarage zu Tiefgarage ist man der Witterung nicht ausgesetzt. Wer unterwegs anhalten oder aussteigen muß,
merkt oft erst zu spät, daß der Boden glatt ist.

Mehr als 10.000 Stürze jährlich sind auf nasse und kalte Witterung zurückzuführen. 3.500 Ausrutscher sind allein durch Schnee und Eis bedingt.

(Siehe auch OGS-Grafik)

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