Kein Zweifel am Weiterbestand des Künstlerhauses Gugging

Neue Krankenhausstrukturen erfordern Finanzierungsände-rung

St.Pölten (NLK) - Für Landeshauptmannstellvertreter Liese
Prokop und Landesrat Ewald Wagner, die zuständigen Mitglieder der NÖ Landesregierung, steht fest: Das "Künstlerhaus Gugging", in dem seit Jahrzehnten Kunst als Therapie eingesetzt wird und daneben beachtliche künstlerische Leistungen entstanden sind, wird weiter be-stehen. Erst vor wenigen Monaten hatte das Land
Niederösterreich als Schenkung von Prof. DDr. Navratil 5.000 wertvolle Bilder von Gugginger Künstlern erhalten, die bis vor kurzem in der Shedhalle im St.Pöltner Kulturbezirk in einer repräsentativen Auswahl ausgestellt wurden.

"Durch das neue Finanzierungsmodell der Krankenhäuser mit einer leistungsbezo-genen Verrechnung wurde klar, daß die Finanzierung nur für Akut- und nicht für Lang-zeitpatienten möglich ist", erklärt Landesrat Ewald Wagner aus der Sicht des Referen-ten für das Gesundheitswesen, die derzeitigen Überlegungen. Bei den Gugginger Künstlern handelt es sich nämlich um Langzeitpatienten, die gemeinsam wohnen und von einem Arzt betreut werden.

Für Landeshauptmannstellvertreter Liese Prokop ist klar, daß es in der Betreuungs-qualität dieser Künstler-Patienten keine Änderung geben darf. Wenn die Krankenan-stalten nicht mehr für sie aufkommen können, so muß eben aus dem Künstlerhaus eine Pflegeeinrichtung werden, und da sei das Sozialhilfebudget heranzuziehen, meint Prokop. Einig ist man sich auch darüber, daß Niederösterreich auf diese einma-lige Einrichtung stolz ist und
man sie auf jeden Fall erhalten will.

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