Bauer: ESTAG-Deal belastet eine künftige österreichische Energielösung

Appell an ein wirtschaftspolitisches Österreichbewußtsein

St. Pölten, (SPI) - "Die bevorstehende Zustimmung des steiermärkischen Landtages zum Einstieg des französischen Konzern Elictricite de France (EdF) in die steirische Energieholding ist
bei allen Respekt vor der Eigenständigkeit des Unternehmens ESTAG sowie der Bundesländer im Sinne einer österreichischen Lösung und auch der Tatsache, daß in der Vergangenheit aus vielen institutionellen Gründen eine Neuordnung der Energiewirtschaft nicht erfolgen konnte, zu Bedauern. Aus strategischen Überlegungen ist eine Beteiligung großer ausländischer Energiekonzerne - in diesem Fall eines französischen "Atomriesen" - an österreichischen Versorgern äußerst vorsichtig zu beurteilen und könnte die Möglichkeiten der Gestaltung zukünftiger Energiepolitik gefährden", stellt der Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten, Abg. Dr. Hannes Bauer, zum heutigen steirischen Sonderlandtag
betreffend des ESTAG-Verkaufes fest.****

"Wenn dieses Beispiel Schule macht, gerät angesichts der wirtschaftlichen Potenz ausländischer Energiekonzerne die ganze österreichische Energiewirtschaft unter Druck, unter ausländischen Einfluß zu geraten. Dieser Geschäftsfall zeigt aber auch, wie dringend notwendig eine rasche politische und wirtschaftliche Akkordierung im Bereich der Energiewirtschaft ist und welche große Bedeutung die Schaffung entsprechender Rahmenbedingungen für wichtige und angestrebte österreichische Lösungen hat. Österreich hat sich aus ökologischen und energiewirtschaftlichen Überlegungen bewußt der Gewinnung sauberer Energien - mehrheitlich der Wasserkraft - verschrieben und sich weltweit von der Erzeugung bis zur Verteilung ein exzellentes Know How angeeignet. Mit der Beteiligung der Elictricite de France bietet man hier Mitbewerbern am weltweiten Markt Einsicht und Partizipation - was klar weit
über eine strategische Unternehmensbeteiligung hinausgeht. Hier muß man wirklich auf das "Österreichbewußtsein" der Verantwortlichen appellieren, denn die Energiewirtschaft ist für die Wettbewerbsfähigkeit und die Standortqualität unseres Landes von größter Bedeutung", stellt Bauer abschließend fest.
(Schluß) fa

Rückfragen & Kontakt:

Tel: 02742/200

Landtagsklub der SPÖ NÖ

ORIGINALTEXT-SERVICE UNTER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSN/NSN