Österreich beim EU-Förderungsprogramm für Japan an der Spitze

Japan mit Abstand Nummer eins in Asien - Österreichische Exporterfolge mit Holz, Fahrzeugen und Möbeln

Wien (PWK) - Das EU-Programm für Japan, "Gateway to Japan", findet überdurchschnittlich großes Interesse bei den österreichischen Firmen, stellt Wirtschaftskammer-Experte Wolfgang Küng fest. An den fünf "Gateway-Wirtschaftsmissionen", die 1997 nach Japan geführt wurden, nahmen 25 österreichische Firmen (von insgesamt 175 Firmen aus der gesamten EU) teil. Österreich war damit die am drittstärksten vertretene Nation (nach Frankreich und Italien). Trotz der gegenwärtig stagnierenden Konjunktur in Japan, sei es wichtig, sich auf diesem unbestrittenen "Markt Nummer eins in Asien" zu engagieren, ist Küng überzeugt. ****

Das auf vier Jahre (1997 - 2000) ausgelegte EU-Japanprogramm umfaßt Wirtschaftsmissionen und Gemeinschaftsstände auf Messen, die sich auf aussichtsreiche Marktbereiche konzentrieren, wie Medizintechnik, Zulieferung zu Schiffswerften, Nahrungsmittel und Getränke, Baustoffe, Umwelttechnologie, Freizeit, Lagertechnik, Verpackung, Software.

Die Teilnehmer erhalten von der EU Zuschüsse für Reisekosten, Marktbearbeitung und Messestände. Der besondere Vorteil von Gateway-to-Japan ist, daß sich auch die Möglichkeit für Individualkontakte bietet, die für die österreichischen Firmen von der Außenhandelsstelle Tokio hergestellt werden.

Für 1998 sind sechs Wirtschaftsmissionen und fünf Messebeteiligungen geplant.

Die Entwicklung des österreichischen Außenhandels mit Japan ist zufriedenstellend, kommentiert Küng. Die Zuwachsrate der österreichischen Exporte hat sich allerdings - bedingt durch die japanische Konjunkturflaute und den schwachen Yen - verflacht. 1996 waren die Exporte um 24,6 Prozent auf 9,5 Mrd S angestiegen, im ersten Halbjahr 1997 nahmen sie nur mehr um 6,7 Prozent zu.

Stark verändert hat sich die Struktur der österreichischen Exporte. Die neuen Wachstumsträger sind Holz (Bauholz, Schnittholz) und Fahrzeuge. Beachtlich auch die Steigerung der Möbelexporte. Die lange Jahre hindurch wichtigsten "Säulen des Japanexportes", Skier und Kfz-Zulieferungen, sind hingegen zurückgefallen. Bei Kfz-Zulieferungen ist die Entwicklung allerdings je nach Produktgruppe unterschiedlich. So etwa verzeichnen Motorprüfstände und Kfz-Komponenten aus Leder beachtliche Erfolge.

Österreichs Importe aus Japan, die 1996 17,2 Mrd S erreichten, weisen im ersten Halbjahr einen Rückgang von 6 Prozent auf, der sich vorwiegend auf PKW-Lieferungen bezieht. Der Import japanischer Fahrzeuge erfolgt zunehmend über japanische Fabriksniederlassungen in Europa und immer weniger direkt aus Japan (Küng).

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Dr. Wolfgang Küng

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