Wie fördert man lese-rechtschreibschwache Kinder?

Neue Broschüren des Unterrichtsministeriums für Eltern und Lehrer

Wien (OTS) – In jeder Klasse können mehrere Kinder sitzen, die von Lese- und Rechtschreibschwäche betroffen sind. Diese Schwäche im Erlernen des Lesens und Rechtschreibens kann auf unterschiedlichen Ursachen beruhen. Die Abteilung Schulpsychologie-Bildungsberatung des Unterrichtsministeriums hat nun zwei Broschüren mit Hinweisen und Anregungen für Lehrer und Eltern zur Förderung lese-rechtschreibschwacher Kinder erstellt. Sie wurde an alle Allgemeinbildende Höhere Schulen (AHS) in Österreich versendet. ****

In der 43-seitigen Lehrerbroschüre werden grundlegende Förderprinzipien in Form von zehn Merksätzen erläutert, die immer wieder in die Praxis umgesetzt werden sollten. Der Lehrer findet
in der Broschüre sogenannte "Arbeitsaufträge" vor (z.B. eine Förderstunde zur Verbesserung der Konzentration zu entwerfen, eine Leistungsstörung näher zu analysieren, einen Elternbrief zu formulieren oder gezielte Förderübungen zum Bewegungstraining zu entwickeln). Weiters enthält die Broschüre 14 Arbeitsblätter, die z.B. die "Problematik der Legasthenie", "Neurophysiologische Entwicklungsstörungen" oder "Legasthenie als Beziehungsstörung" als inhaltliche Schwerpunkte haben und auch Übungen enthalten.

Frühwarnsystem für Eltern

Die Broschüre für Eltern enthält auf 27 Seiten neben praktischen Tips einen Beobachtungsbogen mit rund 50 Fragen.
Dieser kann den Eltern erste Hinweise liefern, wenn beim Kind Lese-Rechtschreibprobleme auftreten. In der Broschüre können sich die Eltern auch persönliche Notizen machen und z.B. Beobachtungen eintragen. Diese können eine wertvolle Grundlage für ein Beratungsgespräch mit den Klassenlehrern, Schülerberatern oder Schulpsychologen sein.

Ziel beider Broschüren ist eine grundlegende Bewußtmachung des Problems und nicht die Vermittlung jener Kenntnisse, die Förderlehrer im Bereich der Legasthenie aufweisen müssen.

Lehrer und Eltern können die Broschüre im Unterrichtsministerium, Abteilung Schulpsychologie-Bildungsberatung, unter der Telefonnummer 53120-2583 oder 2584 DW anfordern.
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