Handel: Weihnachtsgeschäft bisher unter den Erwartungen

Leicht positiver Trend läßt auf den vierten Samstag hoffen

Wien (PWK) - "Die unerfreuliche Entwicklung, die der Handel heuer durchmachte, setzt sich leider auch im Weihnachtsgeschäft fort, erklärte Erich Lemler, Obmann der Bundessektion Handel, am Freitag in einem Pressegespräch. Wie Berechnungen des Instituts für Handelsforschung zeigen, wurden die Erwartungen auf einen positiven Verlauf des Weihnachtsgeschäftes mit einem Verlust von 5,2 Prozent an Umsatzvolumen und einem Weihnachtsumsatz von 17,5 bis 18 Mrd Schilling (1996: 19 Mrd) nicht erfüllt. Obwohl ein positiver Trend vom ersten bis zum dritten Samstag feststellbar ist, der die Hoffnungen auf eine günstigere Entwicklung in den letzten eineinhalb Wochen und dem letzten Samstag rechtfertigt, dürfte es schwer sein, die bisherigen Rückgänge in der verbleibenden Zeit aufzuholen. Einen positiven Impuls gab es durch das Offenhalten der Geschäfte am 8. Dezember: 79 Prozent der Betriebe nutzten die Möglichkeit für diesen zusätzlichen Einkaufstag. ****

Gründe für die enttäuschenden Umsätze sind neben Spargedanken auch die heuer sehr günstig gelgenen Feiertage, die viele Österreicher zu Fernreisen veranlaßt haben. Ein Lichtblick ist der prognostizierte Anstieg im privaten Konsum für 1998 um 1,5 Prozent.

Regional gesehen liegt Wien mit -3,2 Prozent fast ebenso schlecht wie die übrigen Regionen, wie der Leiter des Instituts für Handelsforschung, Erwin Pock, erläuterte. Das Gebiet Niederösterreich/Burgenland verzeichnete einen Rückgang von 5,4 Prozent im Volumen, der Westen einen Rückgang von 5,2 Prozent, und auch im Süden wird mit einem Rückgang von 7,7 Prozent die schwierige Lage deutlich.

Branchenmäßig zählt der Lederwarenhandel mit -9,2 Prozent zu den großen Verlierern. Besonders betroffen sind weiters der Sportartikelhandel mit -8 Prozent, Schuhhandel mit -7,7 Prozent, Uhren u. Juwelenhandel -7,5 und Drogerien -6,4 Prozent. Positiv entwickelte sich der Möbelhandel mit +4,1 Prozent.

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