Scharfe Kritik an Freisetzungsantrag der Firma Pioneer Hi-Bred Prammer muß freisetzungswütige Konzerne in die Schranken weisen

Wien (OTS) - Greenpeace verurteilt die Absicht des
US-Saatgutmultis PioneeHi-Bred, in Zukunft gentechnisch veränderten Mais auch in Österreich freisetzen zu wollen schärfstens. "Die Vorgangsweise von Pioneer Hi-Bred ist ein unglaublicher Affront gegenüber der österreichischen Bevölkerung. Ministerin Prammer muß jetzt sofort handeln und im Interesse der österreichischen Bevölkerung freisetzungswütige Firmen wie Pioneer in die Schranken weisen." fordert Susanne Fromwald, Gentechnik-Expertin von Greenpeace.

Greenpeace fordert ein striktes Verbot jeglicher Freisetzungen solange dafür keine verbindlichen Haftungsregelungen vorliegen. Darüber hinaus drängt Greenpeace auf eine unverzügliche Novellierung des Gentechnikgesetzes, das unter anderem eine verbesserte Bürgerbeteiligung bei Zulassungsverfahren und eine ausgewogenere Zusammensetzung der wissenschaftlichen Ausschüsse, die Freisetzungsanträge beurteilen, vorsieht.

Vor dem Hintergrund eines österreichischen de facto Moratoriums für Freisetzungen (solange es keine Haftungsregelungen gibt) stellt der Freisetzungsantrag von Pioneer einen besonderen Skandal dar. Insbesondere die Vorsitzende des Gentechnik-Sonderausschusses Maria Rauch-Kallat muß ihre Verantwortung gegenüber der österreichischen Bevölkerung jetzt endlich ernstnehmen. "Rauch-Kallat sollte sich mehr für die Anliegen der Bevölkerung einsetzen anstatt dem Druck der Gentech-Industrie permanent nachzugeben und sinnvolle Regelungen wie etwa ein Haftungsgesetz sowie eine Novellierung des Gentechnikgesetzes ständig zu blockieren."

Pioneer Hi-Bred ist weltweit der größte Saatgutkonzern mit Firmensitz in Des Moines, Iowa (USA).

Rückfragen & Kontakt:

Greenpeace Österreich, Mag. Susanne Fromwald,
Tel: 01-7130031/24 Greenpeace Österreich, Bettina Tasser, Tel:
01-7130031/29 oder 0664/33 86 503

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