PETROVIC: DIE GEN-SAAT DER VOLKSPARTEI GEHT AUF

Prammer muß Freisetzungsantrag postwendend ablehnen

"Der Freisetzungsantrag des Multis Pioneer ist ein Affront gegenüber der österreichischen Bevölkerung und den 1,2 Millionen UnterzeichnerInnen des Gentechnik-Volksbegehrens im besonderen", kritisiert die GRÜNE Klubobfrau Madeleine PETROVIC den neuen Freisetzungsantrag der Fa. Pioneer. "Diese Vorgangsweise des Konzerns ist eine glatte Kampfansage an alle umweltbewußten Menschen in unserem Lande! So arbeiten nur unkontrollierbare Konzerne, Profitinteressen werden über jegliche Moral gestellt.
Die Österreicher und Österreicherinnen sollten sich einen generellen Boykott von Pioneer überlegen, um dieser Firma zu zeigen, daß man sich nicht so einfach über den Willen von Millionen aus reiner Profitgier hinwegsetzen kann."

Mit dem heute eingebrachten Freisetzungsantrag brüskiere Pioneer jedoch auch die Konsumentenschutzministerin Prammer, die sich für ein mehrjähriges Freisetzungsmoratorium ausgesprochen hat. Prammer wird von den GRÜNEN nachdrücklich aufgefordert, diesen Antrag umgehend abzulehnen!

"Die österreichische Lobbyistenpartei namens ÖVP kann sich wieder einmal freuen! Ihre Gentechnik-Saat geht voll auf", kritisiert PETROVIC. Der neue Freisetzungsantrag belege klar den Sinn der Verzögerungstaktik des unzertrennlichen Duos Rauch-Kallat/Zacherl (administrativer Direktor des IMP) im Gentechnik-Sonderausschuß
des Parlaments. Nach dem Willen der Gen-Lobby (vertreten durch Dr. Zacherl) und der politischen Vertretung der Genlobby (vertreten durch Generalsekretärin Rauch-Kallat) soll nun schon im Frühjahr die erste Freisetzung ohne Parteistellung, ohne Haftungsregelungen und unter Begutachtung des Pro-Gentechnik-eingestellten wissenschaftlichen Ausschusses stattfinden, befürchtet PETROVIC.

"Die Generalsekretärin der ÖVP und Vorsitzende des Gentechnik-Sonderausschusses Rauch-Kallat wäre als Cheflobbyistin der Gentechnik-Industrie besser aufgehoben als im Parlament", so PETROVIC. Es sei erschütternd, welche zwielichtige Rolle die ÖVP und eine ehemalige Umweltministerin hinsichtlich des Schutzes von Natur und Mensch vor der gefährlichen Entwicklung der Gentechnik einnehmen.

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