Österreichischer Wein-Export nach Taiwan zieht an

Präsentation von 58 österreichischen Weinsorten in Taipei 1996-97: Weinlieferungen von 1 Mio auf 10 Mio ATS angestiegen

Wien (PWK) - Einige Dutzend österreichische Weinexporteure haben laut Auskunft des Handelsdelegierten der Wirtschaftskammer Österreich in Taipei, Ingomar Lochschmidt, heuer bereits den Einstieg in das überaus lukrative Weingeschäft in Taiwan geschafft. "Taiwan ist heuer für uns der weitaus wichtigste Exportmarkt in Asien, selbst Japan ist schon weit überholt", kommentierte Alois Schuster, Präsident der Österreichischen Weinmarketinggesellschaft (ÖWM), seinen Taiwanaufenthalt. Nicht weniger als 58 österreichische Weinsorten konnten kürzlich in Zusammenarbeit von ÖWM, der österreichischen Außenhandelsstelle Taipei und Importeuren in Taiwan, dem lokalen Fachpublikum und der Prominenz aus Wirtschaft und Politik vorgestellt werden. ****

Der Markt für erstklassige Weine boomt in Taiwan: in den ersten zehn Monaten des Jahres wurden insgesamt über 100.000 Hektoliter importiert, fast der sechsfache Wert von 1996. Österreich hält zwar bisher nur einen sehr bescheidenen Marktanteil und teilt damit das Schicksal der meisten Weinproduzenten mit Ausnahme von Frankreich (70 Prozent) und den USA (12 Prozent). Dennoch weist die taiwanesische Importstatistik für die ersten zehn Monate 1997 Weinlieferungen aus Österreich von mehr als 10 Mio Schilling aus. Im Vorjahr lag dieser Wert noch unter 1 Mio Schilling, der durch sporadische Lieferungen von nicht mehr als drei Exporteuren erreicht wurde, erklärt Lochschmidt.

Österreich kämpft in Taiwan noch mit einem schlechten Bekanntheitsgrad als Weinland. Taiwanesische Kunden suchen bei ausländischen Konsumgütern traditionell das beste und teuerste. "Wer in großen, international anerkannten Weinfachpublikationen Lob erntet und hohe Auszeichnungen bei den besten Weinmessen erhält, kann sicher sein, reißenden Absatz für seinen edlen Tropfen in Taiwan zu finden", ist Lochschmidt überzeugt. Die Argumentation von guter Qualität bei gutem Preis, aber ohne entsprechende internationale Anerkennung, geht meist - noch - ins Leere.

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Mag. Hubert Astegher

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