Presseaussendung des Fachverbandes der Erdölindustrie

Wien (OTS) - In ihren heutigen Presseaussendungen zum Thema Treibstoffpreise nehmen ARBÖ; ÖAMTC und Arbeiterkammer u.a. auch Bezug auf eine im Jahre 1993 vom Wirtschaftsminister zugestandenen Preiserhöhung von 20 Groschen/Liter, welche für die Abgeltung der mit dem Einbau der Gaspendelleitungen verbundenen Kosten vorgesehen war. In diesem Zusammenhang behaupten die vorerwähnten Interessenvertretungen, daß diese Ende April 1993 wirksam gewordene Erhöhung den Mineralölgesellschaften Mehreinnahmen in Milliardenhöhe gebracht habe. Der Fachverband der Erdölindustrie bedauert, daß seine Aussendung vom 27.8.1997, welche nach einer inhaltlich ähnlichen Behauptung der Arbeiterkammer vom 26.8. ergangen ist, zur Richtigstellung des Sachverhaltes nicht beitragen konnte.

Wie der Fachverband bereits im vergangenen August dazu ausführte, trat Ende März 1993 eine Erhöhung der Treibstoffpreise um 20 Groschen/Liter in Kraft, welche der Wirtschaftsminister für eine Reihe seit 1990 gestiegener inländischer Kostenfaktoren, darunter auch für die Umstellung auf Gaspendelanlagen, genehmigt hat.

Zwischen Ende April 1993 und Ende Juni 1997 sind an österreichischen Tankstellen insgesamt 13 Milliarden Liter an Ottokraftstoffen (Normal, Eurosuper und Super Plus) abgegeben worden. Der während dieser 50 Monate für dieses Benzinvolumen berücksichtigte Kostenfaktor für den Einbau von Gaspendelleitungen von 2 g /Liter ergibt einen theoretischen Maximalbetrag von 260 Millionen Schilling (dies aber nur unter der nicht zutreffenden Annahme, daß seit 1993 der jeweilige Höchstpreis erzielt worden wäre, was aber auch während der Gültigkeit des Systems der Gläsernen Taschen nur teilweise zutraf) - und nicht, wie von der Arbeiterkammer behauptet - vier Milliarden Schilling.

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